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Keira Knightly: Keine dunklen Begierden

Dunkle Leidenschaften und Sadomaso-Spielchen - das ist nichts für Keira Knightley. Die Schauspielerin, die in ihrem neuen Film eine Sadomasochistin spielt, ist es nicht leicht gefallen, sich in die Welt ihrer Figur einzudenken.

Keira Knightley hatte Schwierigkeiten, sich mit ihrer Rolle dem neuen Film "Eine dunkle Begierde" anzufreunden. In dem Film spielt Knightley eine sadomasochistisch veranlagte Frau. Diese Veranlagung sei ihr selbst allerdings fremd, verrät die Britin im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung".

"Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wie man so fühlen kann, dieses Sado-Maso-Ding habe ich lange von mir weggeschoben - aber es ist nun mal mein Job, die Welt mit den Augen meiner Figuren zu sehen, und gerade nicht über sie zu urteilen", sagte sie. Auch habe sie beim Sex nie das Gefühl, dass sie damit gefährliches Terrain betreten würde. "Also dieses Gefühl hatte ich beim Sex noch nie - dass das jetzt ein Akt ist, oh mein Gott, der mich gerade zu zerstören droht. Und dass mein Ego da jetzt eingreifen und mich retten muss", macht sie die Unterschiede zu ihrer Filmfigur deutlich, für die "das durchaus Sinn" ergebe.

Eine Paranoia gesteht sie dann doch. Seit sie durch die Filmreihe "Fluch der Karibik" zum Superstar wurde, ist sie oft in den Medien zu sehen. In dieser ständigen Öffentlichkeit fühlt sie sich unwohl. "Dieses paranoide Gefühl, ständig unter Beobachtung zu stehen, macht die Welt zu einem ziemlich seltsamen Ort", enthüllt die 26-Jährige. Sie verstehe jedoch, dass sie dem nicht entgehen könne. "Für mich ist es eine Realität, mit der umzugehen ich erst lernen musste. Die Freiheiten darin muss ich mir erkämpfen - aber es gibt sie."

liri/Bang
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