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Klage von Nicollette Sheridan: Die "Desperate Housewives" müssen vor Gericht

Nicollette Sheridan lässt nicht locker: Der Streit um ihr angeblich rechtswidriges Ende bei den "Desperate Housewives" geht in die nächste Runde. Zum Prozess sind auch die ehemaligen Kolleginnen geladen - in den Zeugenstand.

US-Schauspielerin Nicollette Sheridan gibt sich nicht geschlagen: Auch Jahre nach ihrem Ausscheiden bei der TV-Serie "Desperate Housewives" besteht sie noch darauf, dass ihr Rauswurf unrechtmäßig vonstatten ging. Die Gerichtsverhandlung läuft in dieser Woche an. Eine Jury wird dann darüber entscheiden, ob der 48-Jährigen Schadenersatz zusteht – und in welcher Höhe. Sheridans ehemalige Kolleginnen sollen während der Verhandlung in den Zeugenstand gerufen werden. Neben Eva Longoria, Teri Hatcher, Marcia Cross und Felicity Huffman wird auch Sheridan selbst vor Gericht aussagen.

Vor fast genau drei Jahren, im Februar 2009, gab Nicollette Sheridan bekannt, dass sie aus der US-Erfolgsserie "Desperate Housewives" aussteigen würde. Im April 2009 flimmerten dann die letzten Szenen der Edie Britt über die amerikanischen Fernsehbildschirme. Für die Schauspielerin bestand von Anfang an keine Chance auf Rückkehr – ihr Charakter starb einen recht dramatischen Tod per Stromschlag.

Der Tod gehört dazu

Im April 2010 strengte Sheridan dann eine Klage gegen den Erfinder und Produzenten der verzweifelten Hausfrauen, Marc Cherry, an. Der Vorwurf: Der Serienschöpfer habe sie im Verlauf eines Streits um Dialoge im Drehbuch geschlagen. Sheridan habe sich daraufhin beim Sender ABC beschwert. Sie behauptet nun, der Tod Edie Britts sei eine Folge dieser Beschwerde. Als offizielle Begründung für das Ende der Figur gab Cherry stets Sparmaßnahmen aufgrund der Finanzkrise an. Sheridans Klage weitete sich unterdessen auf den Sender ABC und die Produktionsfirma Touchstone Television aus.

In diesen Tagen läuft nun das Gerichtsverfahren Sheridan gegen ABC an. Die Schauspielerin besteht darauf, rechtswidrig entlassen worden zu sein. Statt den ursprünglich geforderten 20 Millionen Dollar Schadenersatz wird jetzt allerdings laut dem "Hollywood Reporter" lediglich über vier Millionen verhandelt – der Betrag, den Sheridan noch verdient hätte, wäre sie ein Jahr länger Teil der Besetzung von "Desperate Housewives" gewesen.

ABC beteuert derweil, dass der Tod Edie Britts reine Routine gewesen sei. "Tod gehört zum geschriebenen Fernsehen genauso wie zum echten Leben", erklären die Anwälte in den Gerichtsdokumenten. "Natürlich verliert immer ein Schauspieler seinen Job, wenn ein Charakter stirbt. Das ist hier passiert."

Hannah Wagner mit Bang