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Kobe Bryant: Obduktion bestätigt seine Identität

Nach dem tragischen Hubschrauberabsturz wurden die Leichen von NBA-Legende Kobe Bryant und drei weiteren Opfern offiziell identifiziert.

US-Basketball-Ikone Kobe Bryant wurde nur 41 Jahre alt.

US-Basketball-Ikone Kobe Bryant wurde nur 41 Jahre alt.

Neun Menschen sind am Sonntag (26. Januar) bei einem Hubschrauberabsturz in Kalifornien ums Leben gekommen. Nach der Bergung aller Leichen hat die Obduktion mittels Fingerabdrücken die Identität von vier Opfern bestätigt: Basketball-Legende Kobe Bryant, Pilot Ara Zobayan, Baseballtrainer John Altobelli und Sarah Chester. Die fünf anderen Opfer, darunter Bryants 13-jährige Tochter Gianna, wurden noch nicht offiziell identifiziert, wie die Gerichtsmedizin von Los Angels am Dienstag (Ortszeit) bekannt gab. Es gibt auch weitere Details zum Absturz.

Suche nach der Ursache geht weiter

Die Ermittlungen an der Unfallstelle sind abgeschlossen, wie Jennifer Homendy von der US-Transportsicherheitsbehörde NTSB in einer Pressekonferenz mitteilte. Teile des abgestürzten Hubschraubers wurden geborgen und an einen sicheren Ort gebracht, um weitere Untersuchungen durchzuführen. Zudem wurden ein iPad und ein Handy aus dem Wrack geborgen. Beides werde ausgewertet. Weder ein Flugdatenschreiber noch ein Cockpit-Stimmenrekorder seien an Bord gewesen, was die Untersuchung leichter gemacht hätte.

Der Hubschrauber befand sich laut NTSB in rund 700 Meter Höhe als er mit hoher Geschwindigkeit abstürzte. Homendy nannte es "einen Absturz mit hoher Aufprallenergie". Es ging demnach schnell. Vom Fall bis zum Aufprall sei wohl gerade mal eine Minute vergangen, so Homendy. Es sei unklar, warum der Helikopter bei dieser Geschwindigkeit, die zu schnell für eine Standardlandung war, abstürzte. Der Pilot habe wohl versucht, aus einer Wolkenschicht herauszufliegen. Die Spitze des Hügels habe der Hubschrauber um "20 bis 30 Fuß" verpasst, das sind in etwa sechs bis neun Meter.

Zu Pilot Ara Zobayan sagte Homendy noch, dass er nach offiziellen Angaben von Juli 2019, mehr als 8.200 Flugstunden geleistet habe. Diese Zahl dürfe aber mittlerweile höher liegen. Mindestens 1.250 davon sei er mit dem Hubschraubermodell vom Sonntag geflogen. Das sei "eine gute Menge an Erfahrung". Am Tag vor dem Absturz sei der Pilot die gleiche Strecke geflogen, dabei habe er eine direktere Route gewählt und die Sicht sei klar gewesen.

Homendy erklärte außerdem, dass es eine Besprechung mit den Familien der Opfer gegeben habe. Diese habe in Form einer Telefonkonferenz stattgefunden. Dazu gab sie aber keinerlei Informationen preis, "aus Respekt vor den Familien".

Einen ersten Bericht der NTSB gibt es in zehn Tagen. Darin sollen weitere Fakten und Sachinformationen bekanntgegeben werden. In 12 bis 18 Monaten folge der Abschlussbericht, mit Erkenntnissen, Sicherheitsempfehlungen und - wahrscheinlich - der Ursache.

SpotOnNews