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Helikopterabsturz Ein Jahr nach Tod von Kobe Bryant: Welche Fragen noch immer offen sind

Kobe Bryant
Kobe Bryant flog häufig zu seinen Spielen, um den Staus zu entgehen. Am Tag des Unglücks saß auch seine Tochter im Hubschrauber. 
© Martin Rickett / Picture Alliance
Zum ersten Mal jährt sich der Helikopterabsturz von Basketball-Legende Kobe Bryant – und noch immer sind einige Details des Unglücks ungeklärt. Technische Probleme allerdings, gelten als ausgeschlossen.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de

Heute vor einem Jahr schockierte der tragische Tod von Basketball-Megastar Kobe Bryant die Welt. Der damals 41-Jährige saß mit seiner Tochter Gianna (13) und sieben weiteren Menschen in einem Hubschrauber, als dieser in der Nähe von Los Angeles an einem Felsen zerschellte. Noch immer sind die genauen Umstände des Unglücks nicht vollständig geklärt. 

Um 9.45 Uhr Ortszeit stürzte der Hubschrauber auf dem Weg zu einem Basketball-Turnier 50 Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum von Los Angeles ab. Bryant, der seine ganze Karriere bei den L.A. Lakers verbracht hatte, nutzte häufig einen Hubschrauber als Reisemittel, um dem ewigen Stau in der kalifornischen Metropole mit knapp vier Millionen Einwohnern zu entgehen.

Wie es genau zum Unglück kam, will das National Transportation Safety Board (NTSB, Anm.d.Red.: US-Behörde für Transportsicherheit) erst am 9. Februar im Abschlussbericht zu den Untersuchungen bekannt geben. Bislang gilt schlechte Sicht als Ursache, der Pilot Ara Zobayan soll im Nebel die Orientierung verloren haben.

Anwälte-Schar verklagt die Betreiber

Witwe Vanessa Bryant hat den Betreiber wegen Fahrlässigkeit verklagt. Sie glaubt, dass es wegen der Wetterbedingungen keinen Start hätte geben dürfen. Insgesamt laufen nach Informationen von "USA Today" neun Klagen, 35 Anwälte aus zahlreichen Kanzleien beschäftigen sich demnach mit dem Fall.

In einem vorläufigen Bericht wurden technische Probleme an dem Sikorsky S-76B bereits ausgeschlossen. Die "Los Angeles Times" berichtete zuletzt, dass alle Informationen die Theorie stützten, dass der Pilot in den Wolken des hügeligen Gebiets die Orientierung verlor. Statt, wie Fluglotsen gegenüber angekündigt, aufzusteigen, sei der Hubschrauber gesunken.

Kobe Bryant schmückt zahlreiche Fassaden

Derweil ist Kobe in Los Angeles immer noch allgegenwärtig. Vielerorts in der Stadt haben Straßenkünstler Porträts der Legende hinterlassen, teils riesengroß, ganze Fassaden schmückend.

Die norditalienische Stadt Reggio Emilia wird Kobe und Gianna Bryant einen Platz widmen, an dem eine Gedenktafel stehen soll. Zum Hintergrund: Kobe lebte in seiner Jugend in Italien, weil sein Vater dort Basketball spielte.

Lakers-Superstar LeBron James sagte angesprochen auf Bryant: "Es gibt viel, das stirbt auf dieser Welt. Aber Legenden sterben nie. Und er ist exakt das." Die Lakers laufen regelmäßig in schwarzen Trikots auf – als Erinnerung an Kobe, dessen Spitzname "Black Mamba" war.

RTL.de

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