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Korruptionsvorwürfe gegen Iñaki Urdangarin: Spanischer Adel bekommt Straße entzogen

Der Korruptionsskandal um den Schwiegersohn von Juan Carlos, Iñaki Urdangarin, spitzt sich zu. Nun kam es sogar zur Umbenennung einer ihm und seiner Frau Cristina gewidmeten Straße auf Mallorca.

Die spanische Prinzessin Cristina und ihr Ehemann Iñaki Urdangarin, die den Titel Herzöge von Palma de Mallorca tragen, haben wegen eines Korruptionsverdachts "ihre" Straße auf der Urlaubsinsel verloren. Zwei Stadtarbeiter von Palma schraubten am Freitag auf Anordnung von Bürgermeister Mateo Isern alle neun Schilder mit der Aufschrift "Rambla dels Ducs de Palma" (Allee der Herzöge von Palma) ab und ersetzten sie im Zentrum der Insel-Hauptstadt mit neuen Tafeln - die Straße heißt nun "La Rambla".

Urdangarin (45), Schwiegersohn von König Juan Carlos, soll Steuergelder in Millionenhöhe unterschlagen haben. In dem Skandal muss der Ex-Handball-Star nun auch die Pfändung seiner Villa in Barcelona befürchten, weil er und sein früherer Geschäftspartner Diego Torres sich weigerten, eine von der Justiz verlangte Summe von 8,2 Millionen Euro als Sicherheit zu hinterlegen.

cob/DPA / DPA