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Medienrummel: Prinz Harry auf der Flucht

Der Australien-Trip von Prinz Harry könnte schon bald vorbei sein. Prinz Charles hat gedroht, den Aufenthalt seines Sohnes abzubrechen, wenn die Medien ihn nicht in Ruhe lassen.

Der Australien-Trip von Prinz Harry (19) könnte schon bald vorbei sein. Prinz Charles (54) hat damit gedroht, den auf drei Monate angelegten Aufenthalt seines Sohnes abzubrechen. Das sei vielleicht unvermeidbar, wenn Harry weiter von einer Horde Reporter verfolgt werde, sagte ein Sprecher des britischen Thronfolgers in London. Man sei "besorgt und enttäuscht" über das Verhalten der Medien.

Charles ließ heute jedoch einen Bericht dementieren, wonach Harry von der zentralaustralischen Farm, auf der er für längere Zeit Erfahrungen sammeln will, in einem Polizei-Konvoi geflüchtet war. "Er ist noch auf der Ranch und hat sie auch nie verlassen", sagte eine Sprecherin von Charles in London. Harry gefalle es trotz allem sehr gut.

Den Prinzen vor die Linse bekommen

Doch der Wirbel gefährdet nach Einschätzung der Zeitung "The Guardian" die seit neun Jahren bestehende Absprache zwischen dem britischen Königshaus und der Presse zum Umgang mit Harry und seinem älteren Bruder William (21). Danach verzichten die Medien darauf, Paparazzi-Fotos von den Prinzen zu machen; im Gegenzug arrangiert das Königshaus regelmäßig offizielle Fototermine. Der einzige, der sich in den vergangenen Jahren nicht an diese Regelung gehalten hatte, war Charles’ jüngerer Bruder Edward. Ausgerechnet ein Kamerateam seiner TV-Produktionsfirma stellte Prinz William während seines Studiums in Schottland nach.

"Prinz Harry ist zu einem privaten Besuch in Australien, um etwas über das Land zu erfahren", sagte ein Sprecher von Charles. "Aber das kann nur klappen, wenn ihn die Medien in Ruhe lassen. Er will seine Zeit nicht damit vertun, ständig vor den Kameras in Deckung gehen zu müssen." Harry war seit seiner Ankunft in Australien in der vergangenen Woche sowohl von britischen als auch von australischen Reportern verfolgt worden. Die Journalisten sollen unter anderem tagelang vor dem Zaun der Farm ausgeharrt haben, auf der er sich aufhält. Einige seien sogar mit Kleinflugzeugen und Hubschraubern über dem Gelände gekreist, um den Prinzen vor die Linse zu bekommen.