Hoher Besuch Prinz Harry unter Koalas


Nach seinem Schulabschluss darf Englands Prinz Harry jetzt ein Jahr Freiheit geniessen, bevor das Militär ruft. Australien empfängt ihn mit Koalas, die Steuerzahler murren aber über die Kosten seines Besuchs.

Der britische Prinz Harry ist am Dienstag in Australien eingetroffen. Der 19-Jährige will dort mindestens drei Monate seines so genanten "Pausenjahres" verbringen, bevor er seine Offiziersausbildung an der renommierten Militärakademie Sandhurst in England beginnt. In England feierte er seinen Abschied samt Bruder William und Freunden mit einem Zug durch die Bars in London. Schon vor seiner Ankunft in Sydney entbrannte in Australien eine Kontroverse darüber, wer die Kosten für seine Sicherheit tragen sollte.

Der zweite Sohn von Thronfolger Prinz Charles wird auf seinen Reisen durch Australien von britischen Sicherheitsbeamten begleitet, doch sollen sich auch australische Beamte an den notwendigen Maßnahmen beteiligen. Nach amtlichen Angaben werden dem australischen Steuerzahler daraus Kosten von 600.000 australischen Dollar (rund 360.000 Euro) entstehen. Auch in England war man bei Bekanntwerden von Harrys Australien-Reiseplänen nicht begeistert gewesen - die britischen Steuerzahler zahlen seine Bodyguards. Harrys älterer Bruder William hatte einen Teil seines "year off" mit Wohltätigkeitsarbeit im Dschungel verbracht, und dabei weniger Bodyguards gebraucht als Harry für den Australien-Trip.

Gemeinnützige Arbeit gefordert

Der außenpolitische Sprecher der oppositionellen Labour Party Australiens, Kevin Rudd, erklärte, falls die Regierung in Canberra dafür aufkomme, sollte der Prinz im Gegenzug gemeinnützige Arbeit in Australien verrichten. Andernfalls sollte man mit Großbritannien über eine Begleichung der Rechnung verhandeln. Was der dritten Anwärter auf den britischen Thron in Australien genau unternehmen will, wird allerdings aus Sicherheitsgründen geheim gehalten. In England heißt es, er werde auf einer Ranch aushelfen, den Rugby World Cup besuchen und Polo spielen.


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