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Mick Jaggers Freundin L'Wren Scott: US-Medien spekulieren über Selbstmord

Die Designerin und Freundin von Rolling Stones-Sänger Mick Jagger, L'Wren Scott, ist tot. Jagger und Prominente sind geschockt, die Rolling Stones sagen ein für Mittwoch geplantes Konzert ab.

Aus der Ferne beobachtet schien ihr Leben wie aus einem Märchen: bildschön, erfolgreich als Model, beliebt als Designerin, viel Geld auf dem Konto und langjährige Freundin des wohl berühmtesten Rockstars der Welt - L'Wren Scott schien so ziemlich alles zu haben, was man sich nur wünschen könnte. Umso mehr überraschte und schockierte die Nachricht am Montag: Die Freundin von Rolling Stones-Sänger Mick Jagger ist tot. Eine Sprecherin der New Yorker Polizei bestätigte entsprechende Medienberichte. Eine offizielle Stellungnahme darüber, wie sie starb, gab es bisher nicht. Gerichtsmediziner ermitteln derzeit die Todesursache. US-Medienberichten zufolge habe sich die 49-jährige Scott erhängt, da sie mit einem Schal um den Hals aufgefunden worden sein soll. Die amerikanische Presse spekuliert daher über Selbstmord.

Ob das stimmt, ist ungewiss. Die Polizei in New York bestätigte lediglich, dass Scott gegen zehn Uhr morgens Ortszeit in einer Luxusgegend von Chelsea in Manhattan gefunden worden sei. Bei ihrem Eintreffen in der Wohnung fanden die Beamten die Modeschöpferin tot vor.

Die Untersuchung des Falls dauere an, sagte die Polizeisprecherin. Auch Details werden zunächst nur wenige bekannt. Scott habe ihrem Assistenten eine SMS geschrieben, dass er vorbeikommen solle, berichtet die "New York Daily News". Als er das wenig später tat, habe er die Designerin tot gefunden. Rolling Stones-Sänger Jagger ist nach Angaben einer Sprecherin "komplett schockiert und niedergeschmettert". Die "New York Daily News" spekuliert zudem über Millionenschulden der 49-Jährigen.

Auf mögliche private Probleme Scotts gab es keine öffentlichen Hinweise. Zwar hatte sie die für Februar geplante Ausstellung ihrer Kollektion auf der Londoner Modewoche abgesagt - das wurde aber auf Verzögerungen bei der Produktion zurückgeführt. Ihr offizieller Twitter-Account wurde sogar noch mit dem Hinweis auf einen Termin bei einem Modefotografen aktualisiert, nachdem die Polizei telefonisch zu ihrer Wohnung gerufen worden war. Mittlerweile wurde er jedoch gelöscht.

"Du wirst uns immer fehlen"

Prominente Freunde und Bekannte von Scott reagierten erschüttert auf die Todesnachricht. "Ich bin am Boden zerstört", teilte die Kosmetik-Designerin Bobbi Brown per Facebook mit. "Sie war eine visionäre Designerin, mit der ich sehr gerne zusammengearbeitet habe, aber sie war auch klug und liebenswürdig."

Scotts Designs seien "außergewöhnlich und einzigartig" gewesen, sie habe einen wichtigen Beitrag zur Modeindustrie geleistet, sagte ein Sprecher des British Fashion Council. "Danke, dass ich mich mit deiner Hilfe schön fühlen konnte", schrieb die Schauspielerin Bo Derek bei Twitter.

Die im US-Bundesstaat Utah geborene Scott hatte nach ihrer Schulzeit zunächst vor allem in Paris als Model gearbeitet. Später war sie nach Kalifornien gezogen und hatte begonnen, als Designerin und Stylistin zu arbeiten. 2006 gründete sie ihr eigenes nach ihr benanntes Modelabel. Stars wie Sandra Bullock, Uma Thurman, Amy Adams und auch die US-First Lady Michelle Obama zeigten sich in Scotts Kreationen.

Seit Anfang der 2000er Jahre war Scott mit dem Rolling-Stones-Sänger Jagger, 70, zusammen. Mit der mehr als 1,90 Meter großen Schönheit, die ihn deutlich überragte, schien der als Herzensbrecher und für seine zahlreichen Affären bekannte Jagger endlich eine stabile Beziehung gefunden zu haben. Als die Nachricht von ihrem Tod eintraf, war Jagger gerade auf der anderen Seite der Erde. Laut Twitter traf er gemeinsam mit den anderen Bandmitgliedern der Rolling Stones in der Nacht zum Montag im australischen Perth ein, wo sie am Mittwoch ein Konzert spielen sollten.

Stones-Konzert in Perth abgesagt

Das "14 On Fire"-Rolling-Stones-Konzert in Perth am Mittwoch wurde mittlerweile absagt, wie der Tourveranstalter auf Facebook mitteilte. Die Show war ausverkauft. Vor dem Hotel, in dem Jagger übernachtet, versammelten sich Fans. Das Management der Rockgruppe stellte Reportern eine Stellungnahme im Laufe des Tages in Aussicht. Das nächste Konzert ist für den 25. März in Sydney geplant, bisher gibt es keine Angaben, ob es stattfinden wird.

anb/DPA/AFP / DPA