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Miss World 2004: 20-jährige Peruanerin ist die Schönste der Schönen

Maria Julia Mantilla Garcia ist die neue Miss World. Unter den 107 Kandidatinnen setzte sich die Peruanerin auf der südchinesischen Insel Hainan als schönste Frau durch. Die deutsche Studentin Inka Weickel erreichte nicht die Endrunde.

Die Studentin nannte die Auszeichnung im 54. Miss-World-Wettbewerb "unglaublich wertvoll", weil zum ersten Mal weltweit die Zuschauer am Fernsehen über Telefon sowie SMS und Internet abstimmen konnten. Als "wirkliche Botschafterin der Welt" wolle sie alles in ihrer Macht tun, "um mich für gute Sachen einzusetzen", sagte die neue Schönheitskönigin.

Im blauen Abendkleid nahm sie überwältigt die Krone von ihrer Vorgängerin, der Irin Rosanna Davison, die Tochter des Sängers Chris de Burgh ist, entgegen. Als zweitschönste Frau wurde die 18-jährige Claudia Julissa Cruz Rodriguez aus der Dominikanischen Republik gewählt. Die 24-jährige Miss USA, Nancy Randall, kam auf Platz Drei. Die 21-jährige Studentin Inka Weickel aus Alzey in Rheinland-Pfalz verfehlte die Endrunde der letzten 15 Bewerberinnen.

Für einen traurigen Moment in dem sorgfältig choreografierten Live-Spektakel sorgte die Polin Katarzyna Weronika Borowicz, die zu den letzten fünf Bewerberinnen gehörte. Stockend berichtete die 19- jährige, sie habe eine großartige Zeit in Hainan gehabt, doch sei währenddessen ihr Vater gestorben: "Ich bin für ihn hier." In mehr als 160 Ländern verfolgten mehrere hundert Millionen Fernsehzuschauer den Abend. Die Organisatoren sprachen von mehr als zwei Milliarden.

Der US-Fernsehstar Troy McClain, das britische Model Lisa Snowdown und Angela Chow, Star des Hongkonger Senders Phoenix, der auch in China ausgestrahlt wird, moderierten in Englisch und Chinesisch. Der Sänger Lionel Ritchie sang seine Welthits und meinte: "Das sind unglaubliche Frauen. Sie sind nicht nur schön, sondern auch klug. Die Welt steht vor einer schwierigen Entscheidung."

Die 1,74 Meter große neue Miss World aus Trujillo an der Nordküste Perus will eigentlich Lehrerin werden, denkt aber auch an eine Karriere im Tourismus. Ihr Heimatort hat das größte archäologische Monument an der peruanischen Küste, die aus Sand geformte Stadt Chan Chan. In ihrer Freizeit malt die 20-Jährige, schaut Filme, treibt Sport und tanzt. Ihr Motto: "Meine Familie gibt mir Kraft."

Die Organisatoren und die Londoner Miss-World-Organisation vereinbarten, den nächsten Wettbewerb wieder und damit zum dritten Mal in Folge in Sanya statt finden zu lassen. "Wir haben das Gefühl, das ist unser Zuhause", sagte Präsidentin Julia Morley.

Vor zwei Jahren waren vor dem Schönheitswettbewerb in Nigeria blutige Unruhen ausgebrochen, bei denen 220 Menschen ums Leben gekommen waren. Der Wettbewerb wurde kurzfristig nach London verlegt. 2003 kam der Wettbewerb erstmals nach China. Damals hatte der Touristenort Sanya 4,8 Millionen US-Dollar dafür zahlen müssen, doch diesmal nichts mehr.

DPA

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