Jahrzehntelang war Hella von Sinnen (67) im Fernsehen das, was man eine sichere Bank nennt: laut, schlagfertig, unverwechselbar. An ein eigenes Podcast-Mikrofon wagt sie sich trotzdem erst jetzt. Der Grund ist denkbar bodenständig. "Vorher bin ich keiner Firma begegnet, die mir angeboten hat, ein professionelles Bettchen für einen eigenen Podcast zu bauen", erklärt die Entertainerin ihre späte Premiere im Interview mit spot on news. Gleichzeitig gibt sie ein erfreuliches Update zu ihrem Gesundheitszustand.
Nach einem Unfall mit zwei gebrochenen Beinen musste sich von Sinnen zuletzt eine längere Genesungsphase gönnen. "Es geht mir gut", stellt sie nun klar. "Neben allen OPs und Physiotherapie-Stunden ist die seelische Verfassung das A und O. Und ich komm langsam wieder in Stimmung dank 'Gestatten, von Sinnen!'"
Kommt Stefan Raab in ihren Podcast?
Am 5. Juni startet ihr neuer Podcast "Gestatten, von Sinnen!", produziert von Re*Play. Hinter dem Studio steht mit Raab Entertainment der Apparat von Stefan Raab (59). Kreativ einmischen müsse er sich aber nicht, sagt von Sinnen: "Stefan taucht insofern auf, als dass ich schon von seiner 1 A Gästeliste profitieren durfte." Dass Raab selbst einmal auf ihrem Gäste-Sofa Platz nimmt, hält die 67-Jährige für unwahrscheinlich. Schließlich spreche er konsequent nicht über sein Privatleben. Eine Hintertür lässt sie sich dennoch offen: "Die einzige Möglichkeit wäre, eine Stunde mit ihm zu spielen. Hmm... wäre eine Idee..."
Was die Zuhörerinnen und Zuhörer von ihrem Podcast erwarten dürfen, fasst von Sinnen schlicht zusammen: "Ich möchte eine angeregte Unterhaltung führen. Da gibt's ernste und komische Momente. Wie bei jedem guten Gespräch." Ein Format also, das sich weder auf reine Comedy noch auf große Bekenntnisse festlegen lässt.
Dieses Erfolgsformat kommt für sie nicht infrage
Die Gästeliste fällt entsprechend breit aus: Mike Krüger, Guido Cantz, Joey Kelly, Evelyn Burdecki, Claudia Roth und Ingo Appelt gehören dazu. Die Auswahl trifft von Sinnen allerdings nicht allein. "Meine Redaktion schlägt die Gäste vor - da gibt's nur Terminabsprachen", räumt sie ein. Ob alter Weggefährte oder unbekanntes Gesicht, mache für sie kaum einen Unterschied. Bei langjährigen Bekannten gebe es eine vertraute, gemütliche Basis, bei Fremden sei "meine Neugierde vielleicht größer - die freudige Erwartung aber ähnlich".
Und wie sieht es mit einer dauerhaften Rückkehr ins Fernsehen aus? "Ich habe nichts dagegen", stellt von Sinnen klar. Einer bestimmten Show erteilt sie allerdings eine deutliche Absage: Eine Teilnahme am erfolgreichen Comedy-Format "LOL: Last One Laughing" kommt für sie nicht infrage.