Mission „Shenzhou 21“
Drei chinesische Raumfahrer landen nach Rekord sicher auf der Erde

Die Rückkehrkapsel von Chinas Mission „Shenzhou 21“ kehrt an einem Fallschirm zur Erde zurück
Die Rückkehrkapsel des Raumschiffs kurz vor ihrer Landung in der Wüste Gobi im Nordwesten von China
© Lian Zhen/XinHua / DPA

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Der Start ihrer Mission war kompliziert, dafür haben die drei Raumfahrer aus China einen Rekord aufgestellt. Nun sind sie sicher wieder auf ihrem Heimatplaneten.

Drei Raumfahrer der chinesischen Mission „Shenzhou 21“ (Magisches Schiff) sind nach sieben Monaten Einsatz im All wieder auf der Erde gelandet. Am Abend (Ortszeit) setzte die Rückkehrkapsel des Raumschiffs in der Wüste Gobi im Nordwesten Chinas auf. 

Die drei Rückkehrer Zhang Lu, Wu Fei und Zhang Hongzhang haben nach offiziellen Angaben mehr als 200 Tage im All verbracht und haben damit einen Rekord für die bisher längste Einzeleinsatzdauer einer chinesischen Astronautencrew aufgestellt. 

Neuerungen für Nachfolger aus China

Zuvor hatte das Trio die chinesische Raumstation „Tiangong“ (Himmelspalast) an die Crew der „Shenzhou 23“-Mission übergeben, bei der es zwei Neuerungen gibt. Mit der Astronautin Li Jiaying ist laut Raumfahrtbehörde CMSA erstmals jemand aus der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong mit an Bord. Mit ihr reisten die beiden Raumfahrer Zhu Yangzhu und Zhang Zhiyuan. 

Als zweite Neuerung soll erstmals einer der drei rund ein Jahr statt der üblichen sechs Monate im All bleiben. Welches Mitglied der neuen Crew dafür ausgewählt wird, soll erst im Verlauf der Mission im Orbit entschieden werden. China will mit dem längeren Aufenthalt untersuchen, wie sich Langzeitmissionen auf den menschlichen Körper auswirken. 

Ungeplante Verzögerung im Herbst

Der Sprung zwischen Crew Nummer 21 und 23 geht auf einen Zwischenfall vor dem Wechsel im November zurück. Weltraumschrott hatte die Rückkehrkapsel der „Shenzhou 20“ beschädigt. Daraufhin musste die Crew der „Shenzhou 21“ ihre Kapsel abtreten, damit die Raumfahrer zurückkehren konnten. 

Per Notfallplan schickte die Einsatzleitung das eigentlich später eingeplante „Shenzhou 22“-Raumschiff unbemannt ins All, mit dem die „Shenzhou 21“-Besatzung nun zurückkehrte. Die beschädigte Kapsel flog später unbemannt zur Erde zurück.

DPA
tkr

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