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Berührender Blogpost GNTM-Model Marie Nasemann hatte eine Fehlgeburt: "Ich war schwanger"

GNTM-Model Marie Nasemann
Marie Nasemann (30) wurde durch die TV-Show GNTM berühmt
© Clemens Niehaus/Geisler-Fotopres/ / Picture Alliance
Das GNTM-Model Marie Nasemann war schwanger und hatte eine Fehlgeburt. Auf ihrem Blog schreibt sie über den schweren Verlust - und warum sie sich entschied, mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. 

"Ich war schwanger": Mit diesen Worten wendet sich das Model Marie Nasemann an die Öffentlichkeit und schreibt auf Instagram und ihrem Blog über den Verlust ihres ungeborenen Kindes. Die 30-Jährige nahm 2009 an der TV-Show "Germany's Next Topmodel" (GNTM) teil und wurde Dritte.

Über ihre Fehlgeburt schreibt sie auf Instagram: "Ich bin jung und gesund und habe nicht damit gerechnet, dass es nicht klappen wird." Die Fehlgeburt sei für sie ein "Schock" gewesen, der mit viel Trauer verbunden war. Dazu stellte sie ein Foto, das sie und ihren Freund zeigt. Die zwei liegen eng umschlungen an einem Strand.

Ende Oktober habe sie einen positiven Schwangerschaftstest in Händen gehalten. "Wir waren völlig überrascht und hatten so schnell keinen Nachwuchs geplant", schreibt das Model auf ihrem Blog "Fairknallt". "Mein Körper begann sich zu verändern, ich litt unter Übelkeit, was ein gutes Zeichen ist und wir begannen den Gedanken, bald zu Dritt zu sein, zu mögen." Das Paar machte sich auf die Suche nach einer größeren Wohnung, suchte bereits nach Kindernamen und hatte sich schon auf einen Namen geeinigt - für den Fall, dass es ein Mädchen werden würde. "Ich fühlte mich bestens und war bereit für eine Schwangerschaft."

In der achten Schwangerschaftswoche hatte das Model einen Ultraschalltermin bei der Frauenärztin. "Mein Freund hielt meine Hand als die Ärztin mit dem Ultraschall begann. Ich hatte mir das Bild, wie groß der weiße Knödel inzwischen sein müsste, zahlreiche Male ausgemalt. Umso größer war der Schock, als ich auf dem Bild nur eine große, schwarze, runde Fläche sah. Nichts Weißes, kein Punkt, kein Herzschlag", schreibt die 30-Jährige auf ihrem Blog. Die Ärztin habe ihr daraufhin mitgeteilt, dass sie das Kind verloren habe. "In der Ankleidekabine umarmte mich mein Freund und wir weinten."

Fehlgeburt entfremdete das Paar

Marie Nasemann berichtet auch über die Tage nach der schlimmen Nachricht. Sie musste unter Vollnarkose operiert werden, trauerte. Der Schicksalsschlag habe sie und ihren Freund zunächst voneinander entfremdet: "Ich kämpfte viele Wochen mit der Trauer und hatte Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass mein Freund anders mit der Trauer umging als ich." Sie habe sich im Stich gelassen gefühlt - von Eltern, Freunden, aber auch ihrem Freund. "Ich wollte nicht begreifen, dass ich es versäumt hatte, mir die Hilfe zu holen, die ich gebraucht hätte."

Zur Begründung für ihre Offenheit schreibt sie: "Ich möchte das mit euch teilen, weil einem Ärzte sagen, Fehlgeburten seien völlig natürlich und gehören zum Kinderkriegen dazu. Ich wünschte, ich hätte die Geschichten, die mir im Nachhinein Freunde erzählt haben, schon früher gehört." Und weiter: "Je öfter sie das "schlimme" Wort 'Fehlgeburt' in den Mund nimmt, "desto normaler wird es für mich, es auszusprechen."

ikr

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