Monarchie Eine Briefmarke zur Hochzeit


Königin Elizabeth II. hat Prinz Charles und Camilla Parker Bowles ein vorzeitiges Hochzeitsgeschenk gemacht: Die Queen stimmte dem Druck einer Gedenkbriefmarke anlässlich der geplanten Heirat ihres Sohnes zu.

Wie der "Sunday Telegraph" berichtete, wird ihre notwendige Zustimmung für die Marke als Zustimmung zu der Trauung gewertet. Die kürzliche Entscheidung der Königin, am 8. April nicht zur Zeremonie ins Standesamt von Windsor zu kommen, war zuvor als Missbilligung der Hochzeit und als Ohrfeige für den Prinzen angesehen worden.

Neuen Personen erhoben Einwände gegen Hochzeit

Wie die "Sunday Times" berichtete, waren der Queen mehrere Design-Vorschläge für die Briefmarke vorgelegt worden. Nun muss sie sich für eines von zwei Porträtaufnahmen des Paares entscheiden. Ob die Trauung tatsächlich wie geplant stattfinden kann, wird sich voraussichtlich in dieser Woche entscheiden. Dann wird der oberste Standesbeamte Englands, Len Cook, mitteilen, ob die Eheschließung rechtens ist. Nach Berichten vom Wochenende haben insgesamt neun Personen formale Einwände gegen die Hochzeit erhoben.

Eine Hochzeitsurkunde kann erst ausgestellt werden, wenn alle Einwände geprüft werden. Unter anderem hatte ein Pfarrer argumentiert, dass ein Ehegesetz aus dem 19. Jahrhundert nur kirchliche Hochzeiten für Mitglieder des Königshauses zulässt. Die Regierung hält dagegen, dass ein späteres Ehegesetz diese Beschränkung aufgehoben habe.

Charles bedauerte Platzmangel

Unterdessen hat sich Charles (56) darüber beschwert, dass es bei seiner Hochzeit "keinen verdammten Platz" gibt. Nach Berichten fragte ihn während seiner Australienreise ein Mann aus Melbourne, ob er eine Einladung zu der Trauung bekommen könne. Lachend antwortete der Prinz: "Es gibt keinen verdammten Platz, es gibt einfach nicht genug von dem verdammten Platz."

Charles spielte damit auf den Umstand an, dass er Camilla (57) aus rechtlichen Gründen nicht wie zunächst geplant auf Schloss Windsor ehelichen kann, sondern dafür in das Standesamt des nahe gelegenen Rathauses der Kleinstadt Windsor ausweichen muss. In den dort für Trauungen vorgesehenen Raum passen aber nur gut 100 Personen, während der Thronfolger ursprünglich etwa 800 Gäste zu der Zeremonie einladen wollte.

William und Harry zusammen auf Militärakademie

Die britischen Prinzen William (22) und Harry (20) wollen gemeinsam zu Soldaten ausgebildet werden. Wie die "Sunday Times" unter Berufung auf Höflinge berichtete, wird der älteste Sohn des Thronfolgers Prinz Charles (56) voraussichtlich im Januar 2006 in der Militärakademie Sandhurst eintreffen. Harry beginnt mit der Ausbildung dort bereits im kommenden Mai. Zunächst wollten die Prinzenbrüder nach Berichten nicht zusammen nach Sandhurst. "Es dürfte einfacher für sie sein, das gemeinsam durchzustehen", zitierte die Zeitung aber jetzt eine Quelle im Königshaus.

William wird im Juni sein Studium der Kunstgeschichte abschließen. Bis jetzt wurde allgemein davon ausgegangen, dass er anschließend zunächst eine einjährige Auszeit von allen Verpflichtungen nimmt. Nach dem Bericht wird aber am Hofe darauf gehofft, dass William in Sandhurst einen guten Einfluss auf seinen jüngeren Bruder ausüben kann, damit dieser die militärische Ausbildung erfolgreich abschließt. Harry ist nicht gerade für gute Abschlussnoten bekannt, sondern eher für Trinkgelage und zuletzt für seinen Auftritt bei einer Party in einem Nazi-Kostüm.

Neuer Privatsekretär

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass ein ehemaliger Offizier der Eliteeinheit SAS, Jamie Lowther-Pinkerton (44), Privatsekretär der Prinzen wird. Er soll von Mai an zweieinhalb Tage in der Woche ein Auge auf die beiden haben und unter anderem ihre öffentlichen Auftritte überwachen.

AP, DPA AP DPA

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