HOME

Interview abgebrochen: Frage zu Bill Clinton: Monica Lewinsky stürmt von der Bühne

Vor 20 Jahren wurde Monica Lewinsky durch ihre Affäre mit dem damaligen US-Präsident Bill Clinton berühmt. Auch heute scheint die Psychologin dem Thema nicht entkommen zu können. Ein Interview brach sie deshalb ab. 

Monica Lewinsky bei einem Auftritt in New York

Monica Lewinsky engagiert sich gegen Mobbing im Internet

AFP

Nachdem sie auf einer Konferenz in Israel eine Rede gehalten hatte, hat Monica Lewinsky ein Interview gegeben. Doch kurz nach Beginn des Gesprächs stand sie auf und verließ schlagartig die Bühne. Der Grund: Die 45-Jährige wurde auf Bill Clinton angesprochen.

Wie zahlreiche Medien verrieten, wurde Lewinsky in Jerusalem von der TV-Moderatorin Yonit Levi interviewt. Diese fragte, ob sie noch immer auf eine "persönliche Entschuldigung" von Bill Clinton warte. Zuvor hatte Levi erwähnt, dass der ehemalige US-Präsident kürzlich in einem Interview mit NBC News ziemlich verärgert gewesen sei, als er gefragt wurde, ob er sich jemals persönlich bei Lewinsky entschuldigt habe. Lewinskys Reaktion gibt es auch in einem kurzen Clip auf Twitter zu sehen: Sie steht auf und verlässt die Bühne.

Vor ihrem Abgang ließ sie das Publikum noch wissen: "Es tut mir leid, ich kann das nicht tun." Lewinsky wurde durch ihre Affäre mit Clinton in den 1990er Jahren bekannt, damals war sie Anfang 20 und Praktikantin im Weißen Haus. Die Psychologin engagiert sich heute gegen Mobbing, vor allem auch im Internet.

Monica Lewinsky gibt Statement ab

Auf Twitter schrieb Lewinsky über den Vorfall in Israel, dass das Thema des Interviews ihre zuvor gehaltene Rede sein sollte. Sie hatte darin über die Gefahren und positiven Seiten des Internets gesprochen. Über was anschließend geredet werde, sei klar abgesprochen gewesen, erklärte sie.

Die Frage über Clinton hätte ihr ihre Gesprächspartnerin bereits einen Tag vorher gestellt: "Ich sagte, das sei tabu." Als ihr die Frage auf der Bühne erneut gestellt worden sei, sei ihr klargeworden, dass sie in die Irre geführt worden sei, so Lewinsky. Sie sei gegangen, da "es für Frauen wichtiger denn je ist, für sich selbst einzustehen und anderen nicht zu erlauben, ihre Geschichte zu kontrollieren".

fri / SpotOnNews