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Tod von George Floyd: Motsi Mabuse spricht über Rassismus und "schmerzhafte Erinnerungen"

Der gewaltsame Tod von George Floyd und die Proteste in den USA reißen bei Motsi Mabuse alte Wunden auf. In einem Instagram-Posting berichtet die gebürtige Südafrikanerin von ihren Erfahrungen mit Rassismus.

Motsi Mabuse weiß, wie es sich anfühlt, mit Rassismus konfrontiert zu sein

Motsi Mabuse weiß, wie es sich anfühlt, mit Rassismus konfrontiert zu sein

Die aktuelle Situation in den USA nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd erschüttert auch "Let's Dance"-Jurorin Motsi Mabuse. Zu sehen, "wie unsere Brüder und Schwestern im Jahr 2020 gegen Rassismus und für Gerechtigkeit kämpfen", mache sie traurig, schreibt die 39-Jährige auf ihrem Instagram-Account. Die Vorkommnisse in den USA reißen bei der gebürtigen Südafrikanerin alte Wunden auf. "Wir sind die Kinder der Apartheid-Ära. Uns wurde sehr früh im Leben beigebracht, dass wir in einer Zeit des Konflikts geboren wurden", schreibt Mabuse.

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The last few days have seriously, emotionally been draining & consuming !First of all I am so glad I met my girls from @lasstunsreden today that have been great this week in lifting my spirits, Speaking to them on Monday I realized how much hurt there is (YouTube) .Addressing racism is a subject that has always been part of my life we are the children of the apartheid era , we were taught very early in our lives that we were born in a time of conflict. It is often our subject with my best friends @hushkins @kgaiso trying to analyze how this affected us til this day and at times we feel stronger and we feel the wounds have healed, at times we reprimanded ourselves and try to be bigger than our past but the last weeks brought so many childhood hurt back ,wounds we thought we have healed came back . I remember soo often us getting into our school bus excited for school and having to go back home because tires were being burned and riots going on , Our people fighting for freedom in our own country , our own continent. To see the hurt of our brothers and sisters fighting racism and justice in 2020 was I think the saddest part of all this , knowing so many lives have been taken without any consequences by the people who are supposed to protect them , that in 2020 we all saw with our very own eyes a man being killed on the streets and it still took a whole movement to be heard . You ask yourself how many more years does mankind need to understand we are all human ! I honestly must say I was moved on Tuesday to see so many taking part but some of the insincerity’s crept in. The point is when I woke up the next day I was still black and it felt like ok enough has been done let’s move on the next trend , but for many this is every day reality. Racism should be fought against with change but speaking about change and implementation of change are 2 different points ! 2020 is becoming a year that I feel the universe is clearly sending us a message . Hate will never win .. make sure you choose a side . Choose it loud and clear because it’s not enough to be quiet anymore ! We need to be louder than ever !!! ❤️ #loveandlight #enoughisenough

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Die Auseinandersetzung mit Rassismus sei schon immer ein Teil ihres Lebens gewesen. Doch Mabuse und ihre Brüder und Schwestern, wie sie die People of Color nennt, hätten gelernt, stärker daraus hervorzugehen. "Manchmal fühlen wir uns stärker und wir spüren, dass die Wunden verheilt sind. (...) Aber die vergangenen Wochen brachten so viele schmerzhafte Kindheitserinnerungen zurück. Wunden, von denen wir dachten, dass sie verheilt wären", schreibt die 39-Jährige weiter.

Es reicht nicht, über Rassismus zu sprechen

Die Tänzerin zeigt sich von der großen Anteilnahme am "Blackout Tuesday" bewegt, an dem unzählige Menschen aus Solidarität ein einfaches, schwarzes Bild in den sozialen Medien gepostet hatten. Ausreichen würde diese Aktion ihrer Meinung nach aber bei Weitem nicht. "Der Punkt ist, als ich am nächsten Tag aufwachte, war ich immer noch schwarz und es fühlte sich an, als sei alles in Ordnung. Aber für viele ist das die tägliche Realität." Mabuses Aufruf lautet daher: "Rassismus sollte mit Veränderungen bekämpft werden." Es reiche nicht aus, nur darüber zu sprechen. Veränderungen müssten umgesetzt werden.

"Wie viele Jahre braucht die Menschheit noch, um zu verstehen, dass wir alle Menschen sind?", fragt die Mutter einer Tochter. In ihren Augen sei es 2020 höchste Zeit, endlich umzudenken. Das Universum habe "eine eindeutige Botschaft gesendet: Hass wird niemals siegen."

SpotOnNews