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Chris Colfer "Glee"-Co-Star über ertrunkene Naya Rivera: "Naya war bis zum Schluss eine großartige Mutter"

Naya Rivera
Naya Rivera starb am 8. Juli bei einem Bootsausflug mit ihrem Sohn
© Photoshot / Picture Alliance
Anfang Juli verstarb Schauspielerin Naya Rivera bei einem Bootsausflug mit ihrem Sohn. In einem Essay für "Variety" fand ihr ehemaliger Co-Star Chris Colfer nun bewegende Worte für ihre wichtigste Rolle – als Mutter.

Eine traurige Nachricht erschütterte Anfang des Monats die TV- und Medienwelt: "Glee"-Star Naya Rivera kam bei einem Bootsausflug mit ihrem Kind ums Leben. Zunächst hatte man nur ihren schlafenden Sohn allein auf dem Boot gefunden. Nach tagelanger Suche dann die traurige Gewissheit: Naya Rivera ist ertrunken, konnte noch ihren Sohn an Bord und somit in Sicherheit hieven, sich selbst allerdings nicht mehr.

Seither erscheinen unzählige Beileidsbekundungen und Nachrichten der Trauer. Während die "Glee"-Kollegin und langjährige Freundin Riveras Heather Morris auf ihrem Instagram-Kanal ein Video von sich selbst postete, in dem sie emotional zu einem von Rivera geschriebenen und eingesungenen Song tanzt, erklärten die "Glee"-Macher, man wolle Geld sammeln, um damit in der Zukunft die College-Gebühren für Riveras Sohn Josey bezahlen zu können. Der Vierjährige hatte Ermittlern erzählt, wie seine Mutter ihn aufs Boot gehoben habe und dann unter der Wasseroberfläche verschwunden sei.

Naya Rivera: "Wie kann ein Mensch so talentiert, so lustig und so schön sein?"

Nun würdigte Rivera ein weiterer ehemaliger Co-Star: Chris Colfer, der im Erfolgshit "Glee" den Highschool-Schüler Kurt Hummel spielte, schrieb für das Magazin "Variety" ein bewegendes Essay über die talentierte Schauspielerin. Sie zu verlieren, sei ein solcher Albtraum gewesen, schreibt Colfer, dass er sich manchmal Frage, "ob Naya wirklich echt oder vielleicht nur ein Traum war. Wie kann ein Mensch so talentiert, so lustig und so schön sein – alles gleichzeitig?"

Sie auf der Bühne zu sehen, sei "magisch" gewesen: "Naya sang einen Song nicht einfach, sie erweckte ihn zum Leben." Und als Schauspielerin habe sie "mit so viel Authentizität gesprochen, dass man ihr jedes Wort glaubte und oft sogar vergaß, dass sie überhaupt eine Rolle spielte."

Aus seinen Erzählungen wird klar: In einigen Dingen war Naya Rivera ihrer Rolle als Santana Lopez sogar sehr ähnlich – beide hatten ein großes Herz und einen schlagfertigen Humor: "Naya konnte eine Bombe mit einem lustigen Kommentar entschärfen. Ihre Witzeleien und geistreichen Bemerkungen waren so legendär, dass ich ihr manchmal am Set einfach hinterherlief und alles, was sie sagte, auf dem Handy mitschrieb."

Eine großartige Mutter – bis zum Schluss

So habe man sie manchmal in der roten Cheerleader-Uniform, ein Markenzeichen Santanas, vor der Tür angetroffen, wo sie an besonders harten Tagen rauchte und "ein unsichtbares Glas erhob und etwa 'Darauf, Vorbilder zu sein!' oder 'Stadt der Träume, was?' sagte".

Die Freundschaft zu seiner Kollegin habe ihm viel bedeutet, so Colfer: "Einfach nur in Nayas Nähe zu sein, sorgte dafür, dass man sich sicher fühlte. Und völlig unabhängig von der Situation wusste man jederzeit, dass Naya einem den Rücken stärken würde."

Naya habe sich immer Kinder gewünscht und als ihr Sohn Josey auf die Welt kam, sei wäre ein Stück von Naya, das sie immer vermisst hat, endlich vorhanden: "Mutter zu sein, war vielleicht Nayas größtes Talent und ihre letzten Momente beweisen, dass Naya bis zum Schluss eine großartige Mutter war."

Über eine Zukunft ohne seinen ehemaligen Co-Star schreibt Colfer Worte, die wohl viele ihrer Weggefährten unterschreiben würden: "Naya hinterlässt eine Lücke, die nur Naya selbst füllen könnte."

Quelle: "Variety"

jgs

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