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Schlagersänger "Besoffen war besser!" – Nino de Angelo beendet nach sechs Monaten seine Alkoholabstinenz

Sänger Nino de Angelo, 58
Sänger Nino de Angelo, 58
© Jens Krick / Action Press
"Das Leben ist zu kurz", sagte der Schlagersänger, und meint damit den Verzicht auf Wein und Gin Tonic. Der Gesundheit zuliebe hatte er monatelang auf Alkohol verzichtet. Das sei nun vorbei.

In den 80er Jahren war der Deutsch-Italiener Nino de Angelo der absolute Star am Schlagerhimmel. Charmant, gutaussehend, mit Schmelz in der Stimme. "Jenseits von Eden" wurde sein Über-Hit, mit Dieter Bohlen als Produzent an seiner Seite hatte er jahrelang eine steile Karriere.

Doch seit Mitte der 90er ist Nino de Angelos Leben, ebenso wie seine Musikkarriere, eine ziemliche Achterbahn. Einige stilistische Experimente, etwa in Richtung Rock oder Eurodance, waren nicht von Erfolg gekrönt. Dazu kamen gesundheitliche Probleme.

Der 58-Jährige musste wegen Lymphknotenkrebs behandelt werden, litt an Kokain- und an Spielsucht, häufte Schulden an. Dann wurde bei ihm die Autoimmunkrankheit ITP diagnostiziert, wegen der ihm die Milz entfernt werden musste. Im Jahr 2016 traf es ihn dann noch einmal besonders hart: De Angelo musste am Herzen operiert werden, bekam zwei Bypässe. Kurz darauf wurde bei ihm COPD, eine chronische Lungenkrankheit, festgestellt. Viele Gründe also, einen eher vorsichtigen, möglichst gesunden Lebensstil zu wählen. Dazu dürfte auch jeder Arzt raten.

Nino de Angelo: "Sechs Monate kein Alkohol"

Doch der Schlagersänger war schon immer ein Lebemann, viermal verheiratet, den angenehmen Seiten des Lebens nie abgeneigt. Da erstaunte es fast, dass er zum Jahreswechsel 2022 beschloss, von nun an die Finger vom Alkohol zu lassen. Und zwar völlig.

Der "Bild" sagte er: "Ich habe sechs Monate gar keinen Alkohol getrunken." Doch auf lange Sicht schien der Drang nach einem Drink doch größer gewesen zu sein als die Sorge um die Gesundheit. Er zog "ein Resümee: Nüchtern betrachtet war es besoffen doch besser", so de Angelo lakonisch.

Immerhin will er dafür sorgen, dass es nicht erneut zu Alkoholabstürzen kommt, wie er sie früher durchaus erlebt hat. "Deshalb gönne ich mir jetzt wieder regelmäßig meinen Wein oder meinen Gin Tonic", aber darüber hinaus will er sich unter Kontrolle behalten.

Andere möchte der Sänger aber dadurch keinesfalls zum Trinken animieren, vor allem dann nicht, wenn sie schon so lange nüchtern bleiben konnten. Nur er selbst habe die Entscheidung getroffen: "Das Leben ist zu kurz, um auf die schönen Dinge des Lebens zu verzichten. Dazu gehören für mich nun mal ein guter Drink und eine edle Zigarre."

Quellen:  "Focus""Bild"

wt

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