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TV-Duell mit dem Wendler: Alte Taktik, neuer Feind: Wie Oliver Pocher auf Kosten anderer Karriere macht

Früher waren es seine Ex-Freundinnen oder Boris Becker - jetzt lästert Oliver Pocher über Schlagersänger Michael Wendler. Die Karriere des Comedians basiert auf einer simplen Methode: Er findet alles gut, was andere schlecht macht.

Oliver Pocher und Michael Wendler bei Instagram

Die Taktik von Oliver Pocher ist seit 20 Jahren die gleiche: Er macht Karriere auf Kosten anderer, indem er lästert, pöbelt und beleidigt - oft sind seine Sprüche allerdings nicht witzig, sondern einfach nur platt. Jahrelang war es Ex-Tennisspieler Boris Becker, den er bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorführte. Nun hat Pocher ein neues Opfer gefunden: Schlagersänger Michael Wendler und dessen Freundin Laura Müller.

Seit das Paar in einer Instagramstory dokumentierte, wie die 19-Jährige ihrem "Schatzi" ein Auto schenkt, kennt Pocher kein anderes Thema mehr. Er parodiert den 47-Jährigen mit nachgestellten Videos, albernen T-Shirts und Wendler-Perücke. Dass er und Wendler nun sogar in einer gemeinsamen TV-Show gegeneinander antreten, weckt Erinnerungen an 2013 - und Pocher hat sich seitdem kein Stück weiterentwickelt.

Oliver Pocher und Boris Becker blamierten sich 2013

Damals war es Boris Becker, den Pocher in der RTL-Show "Alle auf den Kleinen" herausforderte. In Erinnerung blieben erniedrigende Spiele wie "Stuhlprobe", "Flotter Dreier" und "Laut Blasen". Becker ließ sich mit Tomaten bewerfen und musste mit Fliegenklatschen am Kopf Bälle in ein Tor bugsieren. Es waren drei Stunden Peinlichkeit für den dreifachen Wimbledon-Gewinner. Unterstützt wurde er damals von seiner Frau Lilly, die im Schwammkostüm über dreckige Autos rutschen musste. Pochers Frau Alessandra Meyer-Wölden, von der er schon getrennt lebte, blieb der Show fern - dabei war sie der Anlass für den erneuten Zwist zwischen Pocher und Becker.

Der Ex-Tennisstar hatte in seiner Autobiografie "Das Leben ist kein Spiel" wenig schmeichelhaft über seine frühere Verlobte Meyer-Wölden geschrieben. Zum Beispiel: "Wenn ich Tennis spiele, brauche ich morgens natürlich ein Frühstück. Meine zukünftige Frau Sandy zog es aber vor, lange zu schlafen. Also bin ich morgens in den Ort gefahren und habe mir selbst Frühstück besorgt." Oder: "Bei mir verstärkte sich der Verdacht, dass es darum ging herauszufinden, wie man denn nun den neuen Ruhm als Boris-Becker-Verlobte möglichst gewinnbringend und öffentlichkeitswirksam umsetzen könnte."

Vorwürfe, die Oliver Pocher so nicht stehen lassen wollte. In einer Reihe hämischer Tweets lieferten sich Boris Becker und Oliver Pocher eine öffentliche Auseinandersetzung, die mit der Aufforderung des Comedians endete, sich "gerne mal 1:1 auszutauschen, wenn du dich traust". Das Ergebnis war die RTL-Show "Alle auf den Kleinen", aus der Becker als Verlierer hervorging.

Oliver Pocher parodiert das Wendler-Pärchen


Oliver Pocher und Michael Wendler in einer Show

Exakt die gleiche Masche verfolgt Pocher nun sieben Jahre später mit Michael Wendler. Erst wird der Streit mittels sozialer Medien angeheizt, was zusätzlich PR und neue Follower bringt, dann folgen gegenseitige Drohungen. Wendler kündigt an, Pocher wegen Urheberrechtsverletzung und Beleidigung anzuzeigen, und fordert den 42-Jährigen auf, "das unter Männern auszutragen". Pocher akzeptiert und am Ende mündet alles in einer - womöglich schon länger geplanten - Live-Show bei RTL, die den Duellanten willkommene Aufmerksamkeit bescheren dürfte.

Auch die Frauen der beiden sind mit von der Partie. Laura Müller und Amira Pocher müssen über neun Spielrunden mitmachen, wenn es heißt "Pocher vs. Wendler - Schluss mit lustig!". Die Sendung wird am 1. März um 20.15 Uhr live bei RTL zu sehen sein. Ursprünglich war der Sendeplatz für den Tom-Hanks-Thriller "Inferno" reserviert - der flog nun kurzerhand aus dem Programm.

Die Live-Show kommt gerade noch rechtzeitig, bevor der Pocher-Wendler-Hype wieder abebbt, denn nach dem anfänglichen Zuspruch hagelt es inzwischen für Pocher auch Kritik, dass alles nur inszeniert sei. Seine Frau Amira formuliert es so: "Am Sonntag hat das Ganze ein Ende, zum Glück. Denn ich kann es auch nicht mehr sehen." Zumindest solange, bis Oliver Pocher ein neues Opfer findet.

jum