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Opernball in Wien: Ruby tanzt, "Mörtel" Lugner strahlt

Sie könne nur Bauchtanz, aber keinen Walzer, hatte Ruby zuvor gesagt. Dennoch wagte sie sich mit Gastgeber Richard "Mörtel" Lugner aufs Parkett des Wiener Opernballs. Vor der Veranstaltung war die Aufregung um den spektakulären Gast groß, beim Ball selbst war Harmonie angesagt.

Vorher waren die Wellen hochgeschlagen, umso harmonischer verlief der 55. Wiener Opernball selbst für Richard "Mörtel" Lugner. Sein Stargast Karima El Mahroug alias Ruby zeigte sich - im Vergleich zu einigen früheren prominenten Balldamen - kooperativ und geriet nur beim obligatorischen Hinternislauf zur Toilette kurz in Panik.

Die Ankunft auf der Feststiege meisterte die durch ihre "Bekanntschaft" mit Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zu Berühmtheit erlangte Partygirl professionell und ließ sich auch von den zahlreichen Fotografen nicht einschüchtern. "Das habe ich so zwar nicht erwartet, aber es war okay", kommentierte sie den Beginn des Balls. An ihrer Seite strahlte nicht nur Lugner selbst, sondern auch Legenden früherer TV-Unterhaltung: "Dallas"-Fiesling Larry Hagman - Hand in Hand mit Lugner-Freundin "Katzi" - und "Eis am Stiel"-Schauspieler Zachi Noy waren ebenfalls zu Gast. Letzterem war die Feststiege nicht ganz so geheuer: "Ich hatte Angst, dass ich umfalle, weil ich eine Knieverletzung habe. Aber ich hielt mich an Helmut Werner (Lugners Opernball-Beauftragter) fest, dann ging es." Den Lugner-Clan komplettierte Tochter Jacqui, nur Ex-Dschungelcampstar Mausi Lugner glänzte mit Abwesenheit.

Die Damen rund um Lugner, der traditionell mit Zylinder unterwegs war, hatten sich für den Ball mächtig in Schale geworfen. Ruby mit tief dekolletiertem, goldenem Kleid und Pelzstola, Jacqui in einem bodenlangen, schwarzen Bustierdress, "Katzi" ganz in Weiß.

Der Lugner-Clan kuschelte sich nach dem Feststiegen-Tumult in der Loge zusammen, stets umringt von Fotografen. Der Impressario selbst bemühte sich sichtlich um seinen spektakulären Gast, der interessiert und freundlich lächelte. Eine Rarität. Lugners frühere Begleitungen wie Paris Hilton waren eher durch gelangweilte Mienen aufgefallen.

Chaotisch verlief - wie eigentlich immer - der obligatorische Klonesuch von Lugners Stargast. In den Vorjahren wollten Dita von Teese oder auch Nicolette Sheridan die Toilette aus Angst vor den lauernden und drängenden Fotografen gar nicht mehr verlassen. Die Lugner-Loge lag in diesem Jahr bereits vorsichtshalber in unmittelbarer Nähe zum WC, trotzdem gestalteten sich die wenigen Meter dorthin als gewaltiger Tumult. Von Securitys beschützt und von Kameraleuten umzingelt schaffte es die Italienerin mit Müh und Not auf die Toilette, vor der sich dann Helmut Werner mit grimmigem Blick postierte.

Zuvor hatte die ehemalige Berlusconi-Gespielin zwar gesagt, sie könne nur Bauchtanz und keinen Walzer. Dennoch ließ sich Ruby zum Abschluss noch auf ein ausgelassenes Tänzchen mit ihrem Gastgeber ein. Um 2 Uhr war der Spuk vorbei und der Lugner-Clan rauschte aus der Oper.

red/Agenturen