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Ruby vor dem Opernball in Wien: "Walzer kann ich nicht, nur Bauchtanz"

Erster öffentlicher Auftritt von Berlusconis Gespielin Ruby Rubacuori vor dem Wiener Opernball - und die Presse sollte nicht enttäuscht werden. Auch wenn Fragen rund um den Sex-Skandal mit Berlusconi nicht zugelassen wurden: Die Affäre war Thema Nummer eins.

Von Klaus Bellstedt

Ausnahmezustand in "Lugner City": Die ehemalige Berlusconi-Gespielin Ruby Rubacuori, in diesem Jahr Richard "Mörtel" Lugners Opernballgast, gab sich einen Tag vor dem Highlight der Wiener Ballsaison die Ehre. Ruby bat zur Pressekonferenz - und vor allem italienische Journalisten rissen sich um Zitate der 18-jährigen Schönheit, die erst durch die Absage von Schauspielerin Bo Derek zur Nummer eins des Baulöwen als Promi-Ballgast aufgerückt war.

Jeder kam auf seine Kosten. Ruby, Italiens Staatsaffäre, holte zu Beginn der kleinen Talkrunde in dem Einkaufszentrum ein bisschen aus: "Ich bin ein ganz normales Mädchen, das nicht das Glück hatte, behütet in einer Familie aufzuwachsen, und musste deshalb schnell reifer werden." Sie sei keine Nobelpreisträgerin und auch keine besonders begabte Schauspielerin und "ich weiß natürlich, dass ich nur wegen des Skandals bekannt bin."

Dann ging Ruby, die als 17-Jährige an den berüchtigten "Bunga-Bunga"-Partys des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi teilgenommen haben soll, in die Offensive. Dass sie jemals als Escort-Mädchen gearbeitet haben soll, bestritt sie vehement. "Es gibt keinen einzigen Beweis, dass ich für solche Dinge bezahlt worden bin", stellte sie fest. Auch wenn Fragen rund um den angeblichen Sex-Skandal mit Berlusconi nicht zugelassen wurden, ging die Italienerin doch darauf ein: "Ich möchte betonen, dass ich kein Opfer bin. Ich habe von Berlusconi nur Gutes erfahren", sagte Ruby, die bei ihrem ersten Auftritt in Wien einen eleganten schwarzen Rock mit Bluse und plüschiger Jacke trug.

Lugner kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus

Zum Schluss der etwa halbstündigen Fragestunde drückte Lugners Gast dann auf die Tränedrüse. Sie hätte gern ihr früheres ruhiges Leben zurück. "Ich will sehr bald meinen Verlobten heiraten und eine Hausfrau werden. Eigentlich will ich wieder die alte Ruby sein und mit meinen Freundinnen eine Pizza essen gehen", so die gebürtige Marokkanerin. Sie habe diese Berühmtheit nicht gesucht.

Über den Opernball, den Grund ihres Daseins, wurde schließlich auch noch gesprochen. Sie freue sich auf den Besuch, auch wenn sie über keinerlei Erfahrung im Walzertanzen verfüge. "Ich kann nur bauchtanzen", gab Ruby zu. Richard "Mörtel" Lugner, der während der Fragstunde an Rubys Seite saß, amüsierte sich prächtig. Hinterher geriet der alte Charmeur sogar noch richtig ins Schwärmen für seine gekaufte Ballbeziehung: "Die Chemie passt absolut. Es gibt gar keinen besseren Gast", lobte Lugner die 18-Jährige, "sie ist nett und gescheit." Eines ist jetzt schon sicher: Auch wenn Ruby nur Bauchtanz kann, Baumeister Lugner wird mit seinem Stargast auf dem Ball der Bälle selbstverständlich ein Tänzchen wagen.

mit DPA