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Partyspaß oder Tierquälerei?: Feiern, bis der Seelöwe taucht

Es war eine Poolparty mit ungewöhnlichem Gast: US-Produzent Joe Francis holte sich einen Seelöwen in sein Schwimmbad. Die Tierrechtsorganisation Peta reagiert empört und wirft ihm Tierquälerei vor.

Kein Pferd auf dem Flur, kein Tiger im Tank, sondern ein Seelöwe im Swimmingpool: Es ist ein skurriles Foto, das Abbey Wilson aus ihrem Mexiko-Urlaub twitterte. Das US-Model war zusammen mit TV-Moderatorin Kris Jenner bei Showproduzent Joe Francis in dessen Villa im Ferienort Punta Mita zu Besuch. Der hatte sich zu seiner Poolparty etwas ganz Besonderes ausgedacht.

Francis mietete sich einen Seelöwen. Wie das Promiportal "Radaronline" berichtet, habe er das 300 Kilogramm schwere Tier, das auf den Namen Litibu hört, aus einem nahegelegenen Freizeitpark entliehen. Der Seelöwe habe mit ihm und seinen Gästen im Swimmingpool seines Ferienhauses geplanscht und Kunststückchen vorgeführt.

Auf dem Foto, das Abbey Wilson (2. v. r.) twitterte, ist Francis (3. v. r.) zusammen mit Kris Jenner (Mitte) und Litibu im Pool zu sehen. Der Seelöwe streckt den Kopf nach oben, die anderen Poolgäste posieren stolz daneben. Auf weiteren Bildern, die Francis auf seiner Homepage veröffentlichte, wird das auf Kunststückchen dressierte Tier mit Fisch gefüttert oder zieht einen der Gäste durch den Pool.

Wie Francis stolz berichtet, ist es bereits das zweite Mal, dass er das Tier aus dem Vergnügungspark gemietet hat. Offenbar findet er Gefallen daran, den zutraulichen Seelöwen seinen Gästen vorzuführen. "Litibu ist ein unglaubliches Tier. Durch seine massive Erscheinung wirkt es bedrohlich, aber es ist süßer und höflicher als ein Hundewelpen", sagt der 40-Jährige.

Peta kritisiert Verhalten

Der ungewöhnliche Poolgast bringt nun die Tierrechtsorganisation Peta auf den Plan. "Seelöwen sind wilde Tiere und keine Partygäste oder Poolspielzeuge", kritisierte ein Vertreter der Organisation das Verhalten des US-Produzenten. Seelöwen gehörten in die Wildnis, wo sie lange Distanzen schwimmen und selbst nach Futter jagen könnten, "aber ganz bestimmt nicht in den Swimmingpool irgendeines Millionärs."

Weder Francis noch irgendjemand der sonstigen Partygäste reagierten bislang auf die Kritik. Stattdessen gibt er sich auf Twitter als Tierschützer aus: "Ich habe gerade eine Meeresschildkröte aus meinem Pool gerettet und zurück ins Meer gebracht."

mai