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Pete Doherty: Die Kunst im Blut?

Der britische Skandalrocker Pete Doherty macht wieder von sich Reden: aber diesmal geht es nicht um Drogenexzesse, lautstarke Streitereien mit Freundin Kate Moss oder Nächte hinter Gittern. Diesmal geht es um Kunst - blutige.

Von Frank Heinz Diebel, London

Derzeit stellt die kleine aber feine Londoner Galerie Bankrobber im trendigen Stadtteil Notting Hill unter dem Titel "Bloodworks" ("Blutarbeiten") 14 Gemälde von Pete Doherty aus. Der Titel ist nicht ohne Grund gewählt, denn der Leadsänger der Rockband Babyshambles hat sich wieder einmal eine Nadel in den Arm gejagt - diesmal aber, um Blut für seine Kunst abzuzapfen. Die Bilder wurden nämlich zum Teil mit dem kostbaren Saft aus Dohertys Venen gemalt.

Die Themen stammen aus Dohertys Leben

Ein bisschen eklig, aber nicht ganz neu. Schon Joseph Beuys benutzte Blut als Material für seine Kunstwerke. Dass der deutsche Künstler eine Inspirationsquelle für Doherty war, darf allerdings bezweifelt werden. "Es gibt keinen besonderen Grund, warum Pete angefangen hat zu malen. Es ist einfach Ausdruck seiner überquellenden Kreativität", sagt Galeriedirektor Michael Chambati-Woodhead. "Wie mit allem, was er macht, ist er 100 Prozent bei der Sache. Es ist etwas von ihm in diesen Bildern - im wahrsten Sinne des Wortes."

Die Themen der mit Blut, Kreide und Tinte gestalteten Werke sind - wie könnte es anders sein - direkt aus Dohertys Leben gegriffen: blutbespritzte Selbstbildnisse, Londoner Stadtszenen, ein Bild zeigt eine Gefängniszelle mit einem schlafenden Mann ("Number 3 of the twos": "Two" steht für eine Zweimannzelle).

Auch seine Drogenabhängigkeit findet sich in den Bildern wieder: In "Not here" hat der Rockmusiker mit Blut auf ein zerrissenes Stück Papier geschrieben, das Instruktionen zum richtigen Gebrauch einer Spritze enthält. In einer Ecke des Kunstwerks "Spot Piggy" klebt ein Polaroid. Leider ist nicht zu erkennen, wen Doherty da fotografiert hat, denn der Betrachter kann nur die Rückseite des Fotos sehen. Links daneben schreibt Pete: "I will expire on the moss." Ist damit nun Kate Moss gemeint oder das Moos (im englischen ebenfalls "moss")? Außerdem wurde das Blut auf den Bildern direkt mit einer Spritze aufgetragen.

Großes Interesse

Das Konzept scheint zu funktionieren, denn die Galerie hat bereits drei Bilder und sieben Drucke verkauft. "Das Interesse war bislang sehr groß", erklärt Michael Chambati-Woodhead, "sowohl von den Medien als auch von Privatpersonen. Die Bilder sind eben ikonisch, Pete Doherty pur."

Wie kam es zu der Ausstellung? Chambati-Woodhead: "Pete hat die Bilder einfach so für sich gemalt, ohne dabei an eine Ausstellung zu denken. Ich habe davon gehört und ihm angeboten, die Bilder für ihn auszustellen. Ich denke schon, dass er auch weiterhin malen wird. Aber er ist ziemlich unberechenbar, man weiß nicht genau wann das sein wird."

14 Werke stehen zum Verkauf, die Preise reichen von 10.000 Pfund (14.600 Euro) bis 22.000 Pfund (32.000 Euro), eines der Kunstwerke wird sogar für 45.000 Pfund (66.000 Euro) verkauft. Sechs der Gemälde werden auch als handsignierte Drucke (jeweils 35 Stück) angeboten. Kostenpunkt: zwischen 350 Pfund (500 Euro) und 850 Pfund (12.000 Euro).

Doherty schreibt auch Gedichte

Der ehemalige kreative Kopf der britischen Rockband "The Libertines" ist nicht nur ein talentierter Songwriter, sondern hat sich auch bereits als Poet einen Namen gemacht. Mit 16 Jahren gewann er einen Dichterwettbewerb des British Council, seine Gedichte werden regelmäßig in den englischen Untergrundmagazinen "Rising Poets" und "Full Moon Empty Sports Bag" veröffentlicht. Im Juni soll auch ein erster Doherty-Gedichtband "The Books of Albion" bei einem Londoner Buchverlag erscheinen.

Erst vor einer Woche war Doherty bei einer Durchsuchung seines Autos mit Kokain und Marihuana erwischt worden und musste eine Nacht im Gefängnis verbringen.

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