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Nach Auftritt in Pirmasens: "90 Prozent asi sind die Deutschen": Pietro Lombardi entschuldigt sich bei seinen Fans

Bei einem Konzert im rheinland-pfälzischen Pirmasens wetterte Pietro Lombardi gegen seine deutschen Fans und bezeichnete sie als "asi". In einem Facebook-Beitrag versucht der 25-Jährige seine Aussagen zu erklären.

Pietro Lombardi

Pietro Lombardi gewann 2011 die achte Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar"

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Dieser Auftritt ging für Pietro Lombardi nach hinten los: Bei einem Konzert im rheinland-pfälzischen Pirmasens bezeichnete der 25-Jährige seine deutschen Fans als "asi". "Die Leute sagen draußen immer, Ausländer sind asi – ich schwöre, ich bin auch halb Deutscher, 90 Prozent asi sind wirklich die Deutschen", rief Lombardi ins Mikrofon. Das kam bei zahlreichen seiner Anhänger nicht gut an, Lombardi wurde auf der Bühne ausgebuht.

Gepostet von Nachtwerk Pirmasens am Samstag, 17. März 2018


Nach seinem Auftritt bezog er bei Instagram und Facebook Stellung zu seinen Äußerungen. "Ich bin kein Mensch, der alles an sich abprallen lässt. Und irgendwann ist dann auch der Punkt gekommen, vor allem wenn es um meinen Sohn geht, dann seh' ich schwarz", sagte in einem Video, das er inzwischen wieder gelöscht hat. Demnach sei er vor dem Konzert mit einem deutschen Fan aneinandergeraten, der ihn und seinen Sohn Alessio beleidigt haben soll. Es seien vor allem deutsche Konzertbesucher, die immer wieder mit Beschimpfungen auffielen, während seine ausländischen Fans meist friedlich mit ihm feierten, behauptet Lombardi. "Meine Mama ist selber deutsch, mein Sohn ist halb deutsch. Das sollte man schon mit den richtigen Ohren sehen", lautet die etwas holprige Erklärung des Sängers.

Pietro Lombardi entschuldigt sich via Facebook

Mit einem längeren Facebook-Beitrag will sich der DSDS-Sieger von 2011 nun bei "allen Menschen da draußen entschuldigen, die sich dadurch angesprochen fühlen". Er habe nicht die richtigen Worte gewählt, weil zu viele Emotionen im Spiel gewesen seien. "Die Aussage ist definitiv kein Angriff gegen Deutschland. Wer mich kennt weiß, dass meine Mutter Deutsche ist und ich somit halb Deutscher bin und in Deutschland aufgewachsen bin", schreibt Lombardi.

Er bleibt jedoch bei seiner Aussage, dass "90 Prozent der Zuschauer auf meinen Club-Shows, die mich immer wieder beleidigen, aus stammen". "Viele Menschen da draußen bringen das Wort 'asozial' oft mit Ausländern in Verbindung. Aber das kann ich so nicht bestätigen, zumindest nicht auf meinen Club-Shows."

Als Wiedergutmachung bietet Lombardi an, beim nächsten Konzert jedem Gast ein Glas Sekt auszugeben. Eine Einladung, die seine Fans aber erstmal annehmen müssen.

Studiogespräch mit Pietro Lombardi am 10.01.2018: "Mein Wunsch war und ist immernoch eine Familie"
jum