Star-Moderatorin Savannah Guthrie Olympia-Absage wegen entführter Mutter

Sorgt sich aktuell um ihre verschwundene Mutter: NBC-Moderatorin Savannah Guthrie.
Sorgt sich aktuell um ihre verschwundene Mutter: NBC-Moderatorin Savannah Guthrie.
© imago/ZUMA Press Wire / Nancy Kaszerman
US-Moderatorin Savannah Guthrie sagt ihre Olympia-Moderation ab. Ihre 84-jährige Mutter wird vermisst. Die Polizei vermutet eine Entführung.

Es sollte ein Karriere-Highlight werden: Savannah Guthrie (54), eine der bekanntesten Fernsehjournalistinnen der USA, war als Moderatorin der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina vorgesehen. Doch der US-Sender NBC Sports teilte nun mit, dass die "Today"-Moderatorin nicht nach Italien reisen wird. Der Grund ist erschütternd: Ihre Mutter Nancy (84) wird seit Tagen vermisst - und die Behörden gehen mittlerweile von einer Entführung aus.

"Savannah wird nicht zu den Olympischen Spielen kommen, da sie sich in dieser schwierigen Zeit auf ihre Familie konzentriert", erklärte ein NBC-Sports-Sprecher. "Unsere Herzen sind bei ihr und der gesamten Familie Guthrie." Die erfahrene Sportkommentatorin Mary Carillo wird nun gemeinsam mit Terry Gannon die Eröffnungsfeier am Freitag moderieren.

Seit Samstagabend spurlos verschwunden

Nancy Guthrie wurde am Sonntagmittag als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht zum Gottesdienst erschienen war. Zuletzt gesehen wurde die 84-Jährige am Samstagabend gegen 21:45 Uhr, als Familienmitglieder sie an ihrem Haus in der Nähe von Tucson, Arizona, absetzten. Die Familie durchsuchte fast eine Stunde lang das Anwesen, bevor sie die Polizei verständigte.

Seitdem läuft eine der größten Vermisstensuchen des Bundesstaates. Rund 100 Ermittler des Pima County Sheriff's Office sind im Einsatz, das FBI wurde hinzugezogen. Sheriff Chris Nanos erklärte gegenüber NBC News, man gehe davon aus, dass die Seniorin "möglicherweise mitten in der Nacht mitgenommen wurde - das schließt eine mögliche Entführung ein". Die Suche gestaltet sich schwierig. Laut Ermittlern gibt es technische Probleme mit den Überwachungskameras am Haus von Nancy Guthrie, was die Auswertung von Videomaterial aus den kritischen Nachtstunden erschwert. Auch die Nachbarschaft bietet kaum Anhaltspunkte: Die Gegend hat wenig Straßenbeleuchtung, und dichte Vegetation behindert die Kameras der Anwohner.

Die Polizei gab bekannt, dass DNA-Proben im Haus der Vermissten sichergestellt wurden - ob es sich dabei um Blut handelt, wurde bislang nicht bestätigt. Handy und Auto von Nancy Guthrie befänden sich noch im und am Haus. Die 84-Jährige ist in ihrer Mobilität eingeschränkt und auf tägliche Medikamente angewiesen. Sheriff Nanos betonte jedoch, sie habe keinerlei kognitive Einschränkungen und sei "messerscharf im Kopf".

Angebliches Lösegeldschreiben aufgetaucht

Am Dienstagabend sorgte eine weitere Entwicklung für Aufsehen: Das US-Portal TMZ berichtete, ein angebliches Lösegeldschreiben erhalten zu haben, in dem eine Zahlung in Bitcoin für die Freilassung von Nancy Guthrie gefordert werde. Das Pima County Sheriff's Office erklärte daraufhin, man sei sich der Berichte über mögliche Lösegeldschreiben bewusst und nehme alle Hinweise sehr ernst. Jeder Hinweis werde direkt an die Ermittler und das FBI weitergeleitet.

Savannah Guthrie selbst meldete sich am Montagabend auf Instagram zu Wort und bat um Gebete für ihre Mutter: "Wir glauben an das Gebet. Wir glauben an Stimmen, die sich vereinen in Liebe und Hoffnung. Wir glauben an das Gute. Wir glauben an die Menschlichkeit. Vor allem glauben wir an Ihn." Sie schloss mit den Worten: "Bringt sie nach Hause."

Donald Trump schaltet sich ein

Auch US-Präsident Donald Trump (79) hat sich zu dem Fall geäußert. Bei einer Gesetzesunterzeichnung am Dienstagabend sagte er auf Nachfrage von Reportern laut "Variety", er werde bei Bedarf weitere Bundesressourcen zur Suche nach Nancy Guthrie bereitstellen. "Natürlich würde ich das tun", so Trump. Er plane zudem, Savannah Guthrie anzurufen. "Ich finde, das ist eine schreckliche Sache. Ich habe mich immer sehr gut mit Savannah verstanden."

Am Mittwochnachmittag rief Trump die Moderatorin dann tatsächlich an und sprach ihr und ihrer Familie sein Mitgefühl aus, wie NBC News berichtete.

SpotOnNews

PRODUKTE & TIPPS

Mehr zum Thema