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Pikes Peak: Rekordjagd auf dem Spielplatz des Teufels

Beim legendären Bergrennen "Pikes Peak International Hill Climb" hat Volkswagen am kommenden Sonntag mit einem Elektrorenner Siegchancen.

Pikes Peak in der Abenddämmerung: 156 Kurven auf 19,99 Kilometer

Pikes Peak in der Abenddämmerung: 156 Kurven auf 19,99 Kilometer

Schon im Qualifying waren der dreimalige Pikes Peak-Sieger Romain Dumas (40) und der Volkswagen I.D. R Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado ganz vorn. Der Franzose war in 3:16,083 Minuten auf der verkürzten Quali-Strecke von 8,3 Kilometern 11,049 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Simone Faggioli (39) im Norma M20 SF PKP mit Verbrennungsmotor. Das erklärte Ziel der Wolfsburger ist es, beim legendären Bergrennen "Pikes Peak International Hill Climb" am kommenden Sonntag über 19,99 Kilometer mit 156 Kurven den Rekord für Elektrofahrzeuge - der derzeit bei 8:57,118 Minuten steht - zu brechen. Jetzt ist der 40-jährige Dumas ein heißer Kandidat auf den Gesamtsieg und würde in der Geschichte von Pikes Peak ein neues Kapitel aufschlagen.

Neun Stunden zum Gipfel

Captain Zebulon Montgomery Pike scheiterte bei seiner Expedition 1806 an dem weit über die unmittelbare Umgebung hinaus sichtbaren Berg am südlichen Ende der Rocky Mountains. Es dauerte bis 1820, ehe der erste Bergsteiger auf dem 4.302 Meter hohen Gipfel stand. Rund 80 Jahre später gelang es zwei Männern aus dem benachbarten Colorado Springs, den Gipfel auf einer kurz vor der Jahrhundertwende von der Armee errichteten Versorgungspiste mit einem dampfbetriebenen Automobil zu erreichen. Mehr als neun Stunden benötigten sie für diese Tour.

Tiefe Abgründe beim Rennen in die Wolken

Dann kam Spencer Penrose - ein Unternehmer, der mit Investitionen im Bergbau ein Vermögen gemacht hatte. Seine Idee war ebenso kühn wie das für diese Zeit unglaubliche Budget von 500.000 US-Dollar: eine richtige Straße auf dem inzwischen als Aussichtspunkt beliebten Pikes Peak zu bauen. Um seinen "Pikes Peak Highway" und die Region Colorado Springs als Urlaubsgebiet bekannt zu machen und um letzten Endes mit der mautpflichtigen Route Geld zu verdienen, veranstaltete Penrose vom 10. bis 12. August 1916 erstmals ein Bergrennen für Autos und Motorräder auf dem Pikes Peak. Das "Race To The Clouds" oder "Rennen in die Wolken" war geboren.

Für den Sieger gab es neben einem Preisgeld von 2.000 US-Dollar auch einen prunkvollen Pokal. Die damals vollkommen ungesicherte Piste war stellenweise von hunderte Meter tiefen Abgründen gesäumt, die unheilvolle Namen wie "Devil's Playground" ("Spielplatz des Teufels") oder "Bottomless Pit" ("Bodenloses Loch") erhielten. 1916 gewann - zum Missfallen der lokalen Größen - der damals erst 22 Jahre alte Rea Lentz aus Washington das Rennen - mit knapp 21 Minuten.

Der Rekord liegt bei 08:14 Minuten

1925 knackte Chuck Meyers die 18-Minuten-Marke, Louis Unser war 1938 erstmals schneller als 16 Minuten, sein Neffe Bobby Unser war 1968 der Erste, der in weniger als zwölf Minuten auf den Gipfel raste. Der Neuseeländer Rod Millen scheiterte 1994 knapp an der Zehn-Minuten-Marke. Ab 2001 wurden immer mehr Passagen aus Umweltschutzgründen asphaltiert. Regen spülte jedes Jahr tausende Tonnen Schotter in das umliegende Naturschutzgebiet. Durch die Asphaltierung purzelten die Rekorde. Der Japaner Nobuhiro Tajima blieb 2011 erstmals unter zehn Minuten. 2012 war das letzte Stück Schotter verschwunden. Nun fuhren auch Rennmotorräder zum ersten Mal in weniger als zehn Minuten auf den Gipfel des Pikes Peak. 2013 stellte der neunmalige Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb (44) aus Frankreich den heute noch gültigen Rekord von 08:14 Minuten auf.

Höhenkrankheit und Blitzeinschläge

Deutschlands Rennfahrer-Legende Hans-Joachim "Strietzel" Stuck (67) ist begeistert: "Die Entscheidung von Volkswagen, wieder bei Pikes Peak anzugreifen und dazu mit einem E-Fahrzeug, ist eine coole Sache. Pikes Peak ist eines der letzten Abenteuer in den USA. Die enormen Herausforderungen an Fahrer, Fahrzeug und Techniker machen Pikes Peak einzigartig. Ich habe 1989 selbst für Audi vier Wochen lang auf dem Pikes Peak trainiert und habe größten Respekt vor dieser Strecke! Man muss sich bewusst sein: Am Ende der Straße wartet der Abgrund. Nur die Besten trauen sich das zu."

Dank Asphalt und Leitplanken ist das Rennen zwar sicherer geworden, dafür lauern andere Gefahren. "Wenn Sie nicht an die Höhe gewöhnt sind, können Sie höhenkrank werden. Die Winde können extrem sein und die Temperaturen können auf gefühlt minus 50 Grad abfallen. Erfrierungen und Unterkühlungen können zu einem ernsthaften Problem werden," warnt Rupert Berrington, der als Fotograf schon seit über 30 Jahren bei jedem Rennen an der Strecke steht. Dabei geriet er selbst einige Male in Gefahr: "Der Name 'Devil's Playground' geht auf die Tatsache zurück, dass hier mit die meisten Blitzeinschläge in ganz Amerika verzeichnet werden. Bewegen Sie sich vorsichtig - der Boden kann nachgeben. Außerdem können Sie auf vereisten Flächen ausrutschen. Beides ist mir schon passiert. Ich habe Kameras und Objektive zerstört und war einmal sogar nach einem Sturz bewusstlos."

Touristen und YouTube-Attraktion

Längst lockt der Pikes Peak neben jährlich rund 600.000 Touristen aber nicht nur Zwei- und Vierrad-angetriebene Motorsportler an. Heute gibt es auch ein Radrennen und einen Laufwettbewerb auf der legendären Strecke. 2017 wurde "America's Mountain", wie der Pikes Peak auch genannt wird, Schauplatz für eines der spektakulären Drift-Videos von YouTube-Superstar Ken Block (50). Eine bessere Werbung als die Millionen Clicks von YouTube auf dem Kanal des Rallye- und Rallye-Cross-Fahrers, wäre wohl auch Spencer Penrose, der einst die erste richtige Straße auf den Gipfel bauen ließ, für seinen "Pikes Peak Highway" nicht eingefallen.

SpotOnNews
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.