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Epstein-Fall Prinz Andrew könnte bald wieder zittern – Grund ist die inhaftierte Ghislaine Maxwell

Prinz Andrew
Prinz Andrew und Jeffrey Epstein waren viele Jahre befreundet. Auch Andrew wird Missbrauch vorgeworfen
© Sakchai Lalit / Picture Alliance
Prinz Andrew dürfte sich nicht nur Sorgen um seine Stellung inmitten der Royal Family machen, sondern auch um seine Zukunft. Denn Ghislaine Maxwell könnte für ihn gefährlich werden. 

Ein Mensch, der nichts mehr zu verlieren hat, ist gefährlich. So wie Ghislaine Maxwell, die kürzlich zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Wie einer der Anwälte von Jeffrey Epsteins Opfern erklärt, könnte Maxwell besonders für Prinz Andrew ein Risiko darstellen. 

Ghislaine Maxwell könnte Strafmaß verringern

"Prinz Andrew sollte sich nicht einbilden, dass sein juristischer Ärger vorbei ist", sagt Spencer Kuvin in der Doku "Prince Andrew: Banished", aus der die "Daily Mail" zitiert. Denn Ghislaine Maxwell hat bis Juni kommenden Jahres Zeit, mit den Ermittlern im Epstein-Fall zu kooperieren – und so womöglich ihre Haftstrafe zu verringern.

"Sie ist wirklich die Person, die alle Geheimnisse hütet", erklärt Kuvin. Und Prinz Andrew, der sich selbst schon mehrfach um Kopf und Kragen redete, als es um seine Freundschaft mit Jeffrey Epstein ging, ist bislang zumindest rechtlich unbeschadet davon gekommen. Erst Anfang dieses Jahres einigte sich der Bruder von König Charles III. außergerichtlich mit Epstein-Opfer Virginia Giuffre. 

Erstaunlicherweise nutzte Maxwell ihr Wissen über Epstein während des Prozesses nicht, um daraus einen Vorteil für sich zu erzielen. Zahlreiche Experten hatten im Vorfeld der Gerichtsverhandlungen spekuliert, Maxwell würde Namen nennen, um sich selbst zu retten. Doch jetzt, mit 20 Jahren Haft vor sich, könnte Maxwell ihre Kampfstrategie möglicherweise ändern. 

Ende Juni wurde das Strafmaß für Ghislaine Maxwell verkündet. 20 Jahre hinter Gittern bekam die Komplizin von Jeffrey Epstein. Jahrelang soll sie den Milliardär mit jungen Mädchen "versorgt" haben, mehrere Opfer kamen vor Gericht zu Wort. "Ich nehme Ihr Leid wahr, ich habe Empathie, ich bedaure zutiefst den Schmerz, den Sie erlitten haben", sagte die verurteilte Britin und machte dann deutlich, in welcher Rolle sie sich selbst sieht: der des Opfers von Jeffrey Epstein. "Ich bereue den Tag, an dem ich ihn getroffen habe."

Quelle: "Daily Mail"

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ls

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