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Nichte des Kaisers von Japan Das ist wahre Liebe: Prinzessin gibt Titel und Millionen auf, um ihre bürgerliche Liebe zu heiraten

Bei einer Pressekonferrenz kündigten Prinzessin Mako und ihr Verlobter Kei Komuro ihre Hochzeitspläne für das Ende des Jahres an
Bei einer Pressekonferrenz kündigten Prinzessin Mako und ihr Verlobter Kei Komuro ihre Hochzeitspläne für das Ende des Jahres an
© Yomiuri Shimbun/ / Picture Alliance
Es ist ein harter Bruch mit der Tradition: Weil sie ihre große Liebe heiraten will, gibt eine japanische Prinzessin alles auf.

Nicht nur in Großbritannien haben es Royals satt, sich immer den alten Traditionen beugen zu müssen. Prinzessin Mako von Japan hat ebenfalls keine Pläne, sich dem traditionellen Protokoll zu beugen. Noch dieses Jahr will sie ihren Verlobten Kei Komuro heiraten. Und damit auf eine Millionenmitgift und womöglich auch ihren Titel verzichten. 

Das berichten japanische Medien. Die 29-jährige Mako ist die Tochter von Prinz Akinisho, dem jüngeren Bruder des japanischen Kaisers Naruhito. Sie ist also die Nichte des Kaisers. Entsprechend kontrovers ist die ungewöhnliche Ehe im sehr traditionellen Japan.

Bruch mit der Tradition

Für Mako hätte die Ehe spürbare Folgen. Zum einen würde sie nach japanischem Recht eventuell ihren Titel verlieren, ihr Mann und ihre Kinder würden im Fall der Ehe ohnehin keinerlei Adelstitel erhalten, hatte eine sechsköpfige Kommission laut der "Times of Japan" im August entschieden. Und: Sie würde auch auf ihre Mitgift verzichten. Die beträgt umgerechnet immerhin stattliche 1,2 Millionen Euro, eine Menge Geld für das künftige bürgerliche Leben. Um eine Thronfolge Makos gibt es keine Debatte: Sie kann nach geltendem japanischen Recht nur an männliche Verwandte weitergegeben werden. Ein Sohn Makos könnte aber ebenfalls nicht mehr Kaiser werden.

Das Paar lernte sich bereits vor einigen Jahren während des Studiums durch einen Freund kennen, seit 2017 sind sie verlobt. Sie sei von seinem "wie die Sonne scheinenden Lächeln" angezogen gewesen, sagte die Prinzessin bei ihrer Verlobung. Ihren Vater weiß Mako immerhin auf ihrer Seite. "Ich bin einverstanden, dass sie heiraten", erklärte er. "Als Elternteil sollte ich es respektieren, wenn sie diese Ehe wirklich wollen."

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Angst vor unlauteren Motiven

Diese Einstellung teilen nicht alle in der königlichen Familie. Makos Großmutter, die ehemalige Kaiserin Michiko, soll laut der "Times of London" gefordert haben, die Beziehung zu beenden. Sie sei "naiv", sagte sie über ihre Enkelin.

Ein Grund ist ein Konflikt, der auch zur Absage der ersten geplanten Hochzeit Ende 2018 führte. Damals war herausgekommen, dass Komuros Mutter, die nach dem Tode seines Vaters alleinerziehend war, durch einen finanziellen Konflikt hochverschuldet war. Der Finanzstreit, in dem sich die künftige Schwiegermutter der Prinzessin immer noch mit ihrem Ex-Mann befindet, hatte damals dafür gesorgt, dass die Ehe "eingefroren" wurde. 

Der künftige Ehemann hatte daraufhin das Land verlassen, um in den USA Jura zu studieren. Seit Mai diesen Jahres hat er seine Anwaltslizenz. Das Paar plant, in Zukunft in den USA zu leben. Auch das wird als einer der Gründe gesehen, nun doch mit den Hochzeitsplänen voranzuschreiten. Dabei scheint Mako auch nicht zu stören, dass sie als erstes Mitglied der Familie auf eine traditionelle Hochzeit verzichtet. "Für uns ist die Hochzeit eine notwendige Entscheidung um zu leben und unseren Herzen folgen zu können", erklärte sie. "Wir sind füreinander unersetzbar."

Quellen: Times of London, Times of Japan

mma

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