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Chicago: R. Kelly muss sich vor Gericht stellen – mutmaßliche Opfer unterstützen ihn

Am heutigen Dienstag muss sich Sänger R. Kelly erneut vor Gericht behaupten. Kelly wird die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz vorgeworfen. 

R. Kelly

Sänger R. Kelly muss sich heute einem Gericht in Chicago stellen

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Seit 20 Jahren schon wird R. Kelly immer wieder Kinderpornografie und sexueller Missbrauch vorgeworfen. Nachdem der Musiker bislang alle Vorwürfe von sich weisen konnte, scheint sich jetzt ein Sturm über ihm zusammenzubrauen. Seit Freitag vergangener Woche sitzt der 52-Jährige bereits in einem Gefängnis in Chicago. 

R. Kelly: Anhörung in Chicago

Die dortige Staatsanwaltschaft hat ihn in 13 Punkten angeklagt - unter anderem für die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz. Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft in Brooklyn (New York) ihm Erpressung und vier weitere Anklagepunkte vor. "Wenn er in allen Punkten schuldig gesprochen wird, hat er eine Aussicht auf Jahrzehnte im Gefängnis", sagte der New Yorker Staatsanwalt Richard Donoghue.

Am heutigen Dienstag soll sich Kelly vor Gericht stellen. Dann wird entschieden, ob er auf Kaution freigelassen werden darf. Spannend bleibt, ob der Musiker von seinen mutmaßlichen OPfern, Azriel Clary und Joycelyn Savage, unterstützt werden wird. Das Klatschmagazin "TMZ" berichtet, die beiden Frauen würden Kelly weiterhin die Treue halten - obwohl Clarys wie auch Savages Eltern seit Jahren öffentlich erklären, Kelly habe ihre Töchter einer Gehirnwäsche unterzogen. Laut "TMZ" wollen die beiden jungen Frauen nach der Gerichtsanhörung sogar vor die Presse treten, um erneut zu betonen, dass sie nicht gegen ihren Willen festgehalten werden. 

Dem Sänger waren in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Anklagepunkte zur Last gelegt worden, unter anderem ein schwerer sexueller Übergriff. Der Musiker hatte auf nicht schuldig plädiert und war gegen Kaution freigekommen. Kelly selbst bestreitet die Vorwürfe vehement, wirft seinen Gegnern Rufmord vor. Die TV-Doku "Surviving R. Kelly" hatte die angeblichen kriminellen Machenschaften des R&B-Stars neu aufgerollt und Frauen zu Wort kommen lassen, die dem 52-Jährigen schwere Gewalttaten vorwerfen. 

Quelle: "TMZ" / dpa

ls
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