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Ricky Martin, Anna Paquin und Co.: Das E-Outing der Stars

Immer öfter outen sich Promis nicht in Klatschblättern, sondern auf ihren eigenen Websites - oder geben ihre Trennung per Twitter bekannt. Ein Trend, der noch unabsehbare Folgen für die Karriere hat.

Von Ulrike von Bülow, New York

Es gab selten eine Geliebte an seiner berühmten Seite und niemals eine Gattin. Es hielt sich das Gerücht, er interessiere sich eher für Männer. Und dann war da eine Leihmutter, die ihn zum allein erziehenden Vater machte. Im August 2008 bekam Ricky Martin Zwillinge, zwei Söhne, die er Matteo und Valentino taufte und bald darauf in der amerikanischen Zeitschrift "People" präsentierte: "Ich wechsele ihre Windeln, ich füttere sie, ich bade sie, ich bringe sie ins Bett", erzählte er, und spätestens zu diesem Zeitpunkt dürften auch die allerletzten texanischen Hinterwäldler geahnt haben, dass Ricky Martin vielleicht nicht als der heterosexuellste Sänger aller Zeiten in die Geschichte der Popmusik eingehen würde.

So gesehen war es keine besonders große Überraschung, als Ricky Martin in der vergangenen Woche verkündete: "Ich bin ein glücklicher homosexueller Mann." Eine Überraschung war höchstens, wie er das tat: Martin outete sich auf seiner Website. In einem Statement, in dem zu lesen war, er arbeite an seiner Autobiografie und sehe seine Kinder aufwachsen, und das beides habe ihm klar gemacht, dass er die Wahrheit sagen müsse. "Ich bin gesegnet, der zu sein, der ich bin", schrieb Martin. Und wich damit "von dem bei der Prominenz üblichen Coming-Out ab", wie die "New York Times" bemerkte - denn das funktioniert in der Regel ja so: Die Damen oder Herren Berühmtheiten suchen sich ein halbwegs vertrauenswürdiges Magazin und gestehen diesem ihre Homosexualität. In einem Interview, in dem sie zufällig auch noch eine neue Show, ein neues Album oder ein neues Buch unterzubringen haben.

Promis twittern um die Wette

Nun sieht es aber so aus, als ginge der Trend zum unabhängigen Outing auf der eigenen Website oder auf einer Website, die Gutes für die Sache tut: Wenige Tage nach Ricky Martin war von Anna Paquin zu vernehmen, sie sei bisexuell. Dies gab die Schauspielerin, Star der Vampirserie "True Blood", in einem Video auf der jüngst von Cindy Lauper gestarteten Seite www.wegiveadamn.org bekannt, die sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen einsetzt. In dem Video kommen auch Elton John, Whoopi Goldberg oder Sharon Osbourne zu Wort, doch es war die Ansage von Anna Paquin, wegen der die Website kurzfristig zusammenbrach, so oft wurde sie besucht. Welch' prima PR: Bis gestern hatten sich gut 16 000 Menschen bei "wegiveadamn" registriert, um die Kampagne zu unterstützen.

Vielleicht sind sie genervt von den Klatschmagazinen, fühlen sie sich gehetzt vom Tratsch im Internet, jedenfalls zählen Ricky Martin und Anna Paquin zu einer wachsenden Anzahl prominenter Menschen, die gern kontrollieren möchten, was aus ihrem Privatleben öffentlich wird und was nicht. Und die ihre persönlichen Nachrichten daher höchst selbst unter das Fanvolk bringen. LeAnn Rimes ersparte sich im vergangenen Jahr zum Beispiel jeden Kommentar, als das Blatt "Us Weekly" heraus posaunte, sie habe eine Affäre. Monate später verkündete Rimes dezent auf ihrer Website, dass sie und ihr Mann sich scheiden lassen würden. Etwa zur gleichen Zeit teilte Fred Durst, der Sänger von Limp Bizkit, bei Twitter mit, dass er sich von seiner Frau getrennt habe. Und an diesem Dienstag twitterte nun Jim Carrey: "Jenny und ich haben gerade die fünfjährige Beziehung gelöst" - seine Beziehung mit dem Ex-Playmate Jenny McCarthy, der Carrey aber "das Allerbeste" wünsche.

Auswirkungen auf die Karriere

"In diesem Zeitalter muss niemand seine Worte bearbeiten oder filtern lassen", sagt Amanda Lundberg, Chefin von 42West, einer New Yorker Agentur, die Filme und ihre Stars vermarktet. "Selbst in einem Live-Interview bist du ja der Gnade des Interviewers und seiner Fragen ausgesetzt." Und wer tut sich das noch an, wenn er nicht zwingend muss? Es gibt ja längst eine ganze Generation von Schauspielern oder Musikern, die Twitter oder Facebook nutzen, um sich mitzuteilen. Allen voran Ashton Kutcher, dessen Twitter-Aktivitäten von 4,7 Millionen Twitteranern verfolgt werden.

Das heißt aber natürlich nicht, dass die Prominenz sich online immer und ausschließlich gut verkauft. Die Statements etwa, die Tiger Woods auf seiner Website postieren ließ, nach dem bekannt geworden war, dass der Meistergolfer weniger meisterlich Ehebruch begangen hatte, warfen mehr Fragen auf als dass sie Antworten gaben. Dafür taten dann anderswo dralle Damen kund: Ich war die Geliebte von Tiger! Und geholfen hat Woods das alles nicht.

Ricky Martin ist nun der erste, der sich in seinem persönlichen Online-Umfeld outet, und wie sich das auf ihn und seine Karriere auswirkt, wird sich noch zeigen. "Yep, I'm gay" gestand Ellen DeGeneres einst dem Magazin "Time". 13 Jahre ist es her und gebracht hat es ihr das Image einer Vorreiterin und einer aufrichtigen Frau: Heute ist DeGeneres eine der erfolgreichsten Moderatorinnen, die Amerika je gesehen hat.

Das Internet: "Der natürliche Weg"

Auch Neil Patrick Harris hat sein Outing nicht geschadet: Der Schauspieler, der in der Serie "How I Met Your Mother" einen sexuell gierigen Hetero mimt, wurde ein Jahr lang von Hollywoods Ober-Blogger Perez Hilton bedrängt, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen, ehe er 2006 in "People" sprach: "Ich bin schwul." Bald darauf moderierte Harris die Verleihung des Tony und dann die des Emmy, und in diesem Jahr tanzte er bei der Oscar-Zeremonie über die Bühne.

Für Ricky Martin wäre ein Print-Medium als Ort des Outings nicht in Frage gekommen: Es sei für ihn heute "der natürliche Weg" gewesen, etwa derart "signifikantes" auf seiner Website zu kommunizieren, so John Reilly, der Sprecher von Ricky Martin, denn dort habe Mr. Martin "das ganze Spektrum seiner Gedanken" ausdrücken können, ohne eingeschränkt zu werden. "Damit kreiert er natürlich eine Spannung", sagt Peter Castro, geschäftsführender Redakteur von "People". Er wolle nicht zynisch klingen, aber Ricky Martins letzter großer Hit sei ja schon ein paar Tage her, "doch jetzt redet man wieder über ihn. Das hilft sicher, sein Buch zu verkaufen."

Natürlich stapeln sich bei Ricky Martin nun die Interview-Anfragen, und auch von "People" ist eine dabei, "denn da hat sich eine Schatzkiste voller Fragen geöffnet", wie Peter Castro sagt. Alle möchten ja wissen: "Ricky, wer ist dein Boyfriend?" Und Mr. Martin wird es gewiss rechtzeitig erzählen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(