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Doku "Sr." Vater von Robert Downey Jr. ließ ihn mit sechs Jahren das erste Mal Gras rauchen – später wurde er abhängig

Robert Downey Jr. mit seinem Vater
Robert Downey Jr. mit seinem Vater bei einer Gala 2008.
© Evan Agostini/AGOEV / DPA / AP
Robert Downey Jr. hatte jahrelang mit der Sucht zu kämpfen. In der Dokumentation "Sr.", der Hommage an den verstorbenen Vater, spricht er davon, wie alles anfing. Die Initialzündung gab der Vater.

Schauspieler Robert Downey Jr. und die Drogensucht sind keine Unbekannten. Ende der 90er brachte die ihn sogar in den Knast. In der Netflix-Dokumentation "Sr"., eine Hommage an Robert Downey Senior, setzt sich Downey Jr. nun mit der eigenen, aber auch mit der Sucht seines Vaters auseinander. Denn der war es, der ihn einst überhaupt erst mit den Drogen bekannt machte – und zwar im zarten Alter von sechs Jahren.

Es ist eine Geschichte, vor der Vater Robert Downey Sr. sich schon zu Lebzeiten nicht scheute, sie zu erzählen. Bereits zur Jahrtausendwende hatte er in einem Interview mit "Vanity Fair" zugegeben, dass er es war, der dem Sohn seinen ersten Joint reichte. Der Sohn habe gerade Weißwein getrunken, als der Vater intervenierte. Doch statt dem Sechsjährigen den Alkohol wegzunehmen, ersetzte er die eine Droge mit einer anderen – Marihuana. "Ich sagte: 'Weißt du, du solltest ein bisschen hiervon probieren, anstatt zu trinken.' Ich reichte ihm einen Joint. Und plötzlich wusste ich, dass ich einen schrecklichen, dummen Fehler gemacht hatte", erzählte er. Eine Tat, die er sich selbst nie verzeihen werde. 

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"Die Dinge sind aus dem Ruder gelaufen"

Auch in der Dokumentation wird auf das Geschehene noch einmal eingegangen. Zu sehen ist altes Filmmaterial, das wohl Robert Downey Sr. Ende der 90er zeigt, während er davon spricht, dass viele damals gedacht hätten, "es wäre heuchlerisch unsere Kinder nicht an Marihuana und ähnlichem teilhaben zu lassen. Also dachten wir, es sei süß, sie rauchen zu lassen." Das sei idiotisch gewesen.

Auch der Senior hatte mit der Sucht zu kämpfen. So kommen zwar die Auswirkungen dieser Sucht auf den Sohn zur Sprache, Details werden aber ausgespart. "Es ist eine Krankheit", sagte er Downey Jr. dazu im Interview mit "Deadline". Und: "Ich weiß nicht, ob mein Vater jemals seinen Frieden mit diesen vielen verlorenen Jahren gemacht hat."

Robert Downey Jr. selbst kämpfte jahrelang mit seiner Sucht. Mehr als andere blicke er zurück und denke, dass es schockierend sei, dass auch nur ein einziger Film fertig geworden ist. Für ihn sei es damals einfach ein Spiel gewesen, "bei dem es darum ging, sich selbst zu beruhigen oder voll zu bleiben, anstatt sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass die Dinge ein wenig aus dem Ruder gelaufen waren".

Robert Downey Jr. brachte die Sucht in Zelle 17 des California State Prison. Drei Jahre musste er damals wegen Drogenbesitzes absitzen.2003 schaffte es der Schauspieler schließlich, seine Sucht hinter sich zu lassen.

Quelle: Vanity Fair, Deadline, Buzzfeed

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