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Royales Bankett: Gekrönte Camilla

Camilla hat zum ersten Mal seit ihrer Hochzeit an einem offiziellen Bankett des Königshauses teilgenommen - geschmückt mit einem Diamanten-Diadem. Das war aber nicht die einzige Überraschung bei dem Festessen.

Anlässlich eines Festessens für die norwegische Königsfamilie hat Camilla, 58, erstmals einen Diamanten-Stirnreif ihrer Schwiegermutter Queen Elizabeth II. tragen dürfen. Die zweite Frau von Prinz Charles, 56, erschien zu dem Bankett am Dienstagabend im Buckingham Palast mit der royalen Tiara im Haar, die fast wie eine Krone aussah. Zu den 160 Gästen des Banketts gehörten neben Prinz Philip und Prinz Charles auch Premierminister Tony Blair, dessen Frau Cherie, Außenminister Jack Straw und der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams.

Zeichen der Anerkennung

Das wertvolle Schmuckstück aus Gold, Platin und Diamanten wurde ursprünglich 1911 für Queen Mary gefertigt und auch von der Mutter Elizabeths, "Queen Mum", getragen. Mehrere britische Zeitungen druckten am Mittwoch ein Foto der "gekrönten" Camilla auf dem Titel.

Dass die Monarchin das Erbstück an die Herzogin von Cornwall auslieh, wurde von der "Daily Mail" als Zeichen der Anerkennung dafür gewertet, dass Camilla Thronfolger Charles "glücklich macht". Charles' erste Ehe mit Prinzessin Diana war nach einem langen Rosenkrieg geschieden worden. Diana verunglückte 1997 tödlich. Charles hatte seine langjährige Geliebte Camilla im April geheiratet.

König Harald tat etwas Undenkbares

Norwegens König Harald, 68, war mit seiner Familie am Vortag zu einem dreitägigen Besuch in London eingetroffen. Dabei hatte der Monarch die Briten in Staunen versetzt: Denn er tat etwas, was für die englische Herrscherin undenkbar wäre: Harald, der von Königin Sonja sowie dem Kronprinzenpaar Haakon und Mette-Marit begleitet wurde, gab im Buckingham Palast eine freie Pressekonferenz. Die englische Presse hatte ihre Leser schon vorher darauf hingewiesen, dass der Gast sich oft auf "skandinavische Weise" locker benehme und damit nicht dem konservativen Stil der Queen entspreche.

DPA/AP / AP / DPA