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Russell Brands Paparazzo-Zwischenfall: Haftbefehl nach Handywurf

Paparazzi-Handys wirft man nicht ungestraft durch ein Fenster. Diese Erfahrung musste nun Russell Brand machen. Der Vorfall brachte dem Hollywoodstar einen Aufenthalt in einer Polizeistation ein.

Von Frank Siering, Los Angeles

Russell Brand hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Seine Bilderbuchehe mit Popsirene Katy Perry ging kaputt, sein dubioses Image als Sexsüchtiger ist intakt - und jetzt musste er auch noch das Klicken von Handschellen in einer Polizeiwache im Süden der USA über sich ergehen lassen. Der 36-jährige Komiker stellte sich gestern Abend der Polizei in New Orleans, nachdem ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt worden war.

Was war genau geschehen? ­Brand hatte sich am Montag mit dem Fotografen Timothy Jackson angelegt, der aus dem Auto heraus mit dem Handy ein Foto von ihm machen wollte. Der englische Schauspieler ("Arthur") lief auf den Wagen zu, griff in das offene Fenster und schlug Jackson das Handy aus der Hand. Der gesamte Vorgang wurde von anderen Fotografen in Bildern festgehalten.

Damit aber nicht genug. Anschließend schleuderte Brand das Telefon durch eine Fensterscheibe und verließ den Ort des Geschehens ohne Entschuldigung - allerdings ließ er das kaputte Fenster ließ er für 240 Dollar reparieren. Jackson wollte den Vorfall jedoch nicht auf sich beruhen lassen. Er ging zur Polizei und erstattete Anzeige gegen Brand wegen Diebstahls.

Ein Tribut an Steve Jobs

Brand hingegen machte sich über seine Attacke auf den Fotografen via Twitter auch noch lustig: "Seit dem Tod von Steve Jobs kann ich es nicht mehr sehen, wenn jemand ein iPhone ehrfurchtslos benutzt. Was ich getan habe, war ein Tribut an seine Legende", so Brand.

Die Lacher allerdings scheinen jetzt aber auf der Seite des Fotografen zu sein. Denn gegen Brand wurde tatsächlich ein Haftbefehl wegen einer - wie es im juristischen Jargon heißt - "einfachen Straftat gegen Besitz im Wert von 700 Dollar" ausgestellt. Um der Bloßstellung einer öffentlichen Festnahme zuvorzukommen, ließ sich der Schauspieler am späten Donnerstagnachmittag zu einer Polizeistation in New Orleans fahren und dort in der Lobby von zwei Beamten festnehmen.

Nach wenigen Stunden wieder auf freiem Fuß

Nach Informationen des Promiportals "TMZ.com" musste Brand einige Stunden in der Wache verbringen, damit der Fall im Detail zu Protokoll genommen und die Personalien des Mimen aufgenommen werden konnten. Er wurde allerdings schon am Abend gegen Hinterlegung einer Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt.

Brand hält sich derzeit in New Orleans auf, weil er dort einen Film mit Julianne Hough dreht. Vor kurzem machte er Schlagzeilen in Hollywood, weil seine sogenannte "Bilderbuchehe" mit der Sängerin Katy Perry nach nur einem Jahr in die Brüche gegangen war. Das Paar hatte im Oktober 2010 in einer extravaganten Zeremonie in Indien geheiratet.

Brand gilt ­- das hat er zuletzt in diversen Interviews immer wieder zugegeben ­- als sexsüchtig. Ob dies der Grund für das Scheitern der Ehe gewesen ist, haben allerdings weder er noch Katy Perry bis heute verraten.

Frank Siering, Los Angeles