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Schauspieler Nicolas Cage: Verschuldeter Hollywoodstar soll Millionen verschleudert haben

Der hoch verschuldete Hollywoodstar Nicolas Cage hat nach Angaben seines Ex-Managers über Jahre hinweg Millionen verschleudert. Das berichtete der Internetdienst TMZ.com am Dienstag.

Der hoch verschuldete Hollywoodstar Nicolas Cage hat nach Angaben seines Ex-Managers über Jahre hinweg Millionen verschleudert. Das berichtete der Internetdienst TMZ.com am Dienstag. Trotz hoher Steuerschulden habe der Schauspieler teure Immobilien, Luxusautos, Schmuck und Kunstgegenstände erworben, erklärte der frühere Cage-Berater Samuel J. Levin in Gerichtsunterlagen.

Levin habe Cage bereits 2001 gewarnt, dass er jährlich mehr als 30 Millionen Dollar (20 Millionen Euro) verdienen müsse, um sich diesen aufwendigen Lebensstil leisten zu können, macht Levin geltend. Der Manager wirft dem Schauspieler auch vor, dass er ihm noch 128 000 Dollar für Beraterdienste schulde.

Cage hatte zuvor Klage gegen Levin eingereicht mit dem Vorwurf, der Manager habe ihn in den finanziellen Ruin getrieben. Der Star verlangt von seinem früheren Mitarbeiter eine Wiedergutmachung in Höhe von 20 Millionen Dollar. Im Einzelnen hält er Levin "grobe Nachlässigkeit, falsches Management und berufliches Versagen" vor.

Der Oscar-Preisträger Cage ("Leaving Las Vegas") schuldet dem Fiskus sechs Millionen Dollar, wie kürzlich bekannt wurde. Die Verantwortung für seine schlimme Lage trage Levin, der Cages Geld nach dessen Meinung in "riskante Immobilien" investierte, zu hohe Kredite aufnahm und ihm (Cage) die Einzelheiten verschwieg. Levin arbeitete von 2001 bis zu seiner Kündigung in diesem Jahr für Cage.

Bereits im Frühjahr hatte sich Cage von Schloss Neidstein in der Oberpfalz getrennt, das er drei Jahre zuvor erworben hatte. Zudem habe er Villen in Los Angeles und New Orleans verkauft, berichteten US-Medien. Cage ist als nächstes in Werner Herzogs Film "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen" zu sehen, der im Januar in die deutschen Kinos kommt.

In seiner Funktion als Sonderbotschafter der UN-Agentur zur Bekämpfung von Drogen und Kriminalität hat Cage in Kenia gerade somalische Piraten im Knast besucht. "Das ist das wärmste Gefängnis der Welt", sagte er nach seinem Besuch im Shimo-La-Tewa-Gefängnis in Mombasa und ließ dabei offen, ob er sich auf die Atmosphäre oder die schwülheißen Temperaturen an der kenianischen Küste bezog. "Ich wollte selbst sehen, wie die Gefangenen hier behandelt werden", fügte Cage ernst hinzu. "Diese ganze Piraterie auf hoher See hat jeden aufgerüttelt und ich musste die Verdächtigen sehen und verstehen, warum sie das tun."

DPA / DPA
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