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Scheidungskrieg Madonna vs. Guy Ritchie: Madonnas Trennkost

Er wollte Fleisch, sie aß streng makrobiotisch. Das konnte ja nicht gut gehen! Die Liebe zwischen Madonna und Guy Ritchie ist zerschellt. Steht jetzt ein langer, harter Scheidungskrieg bevor?

Von Jochen Siemens

Wie das so ist, wenn einer geht, man bringt schon vorher in Sicherheit, was einem wichtig ist. Mag sein, dass es weiße Flecken an den Wänden waren, die Guy Ritchie schon vor Monaten das Ende ankündigten. Weiße Flecken wie Grabsteine, denn die Bilder, darunter ein Dalí-Gemälde und ein Napoleon-Porträt von Jacques-Louis David, die in ihrem gemeinsamen Londoner Haus einmal hingen, waren bereits auf dem Weg nach New York. Und glaubt man den vielen "Freunden der Familie" und "Vertrauten", die in der vergangenen Woche in englischen Zeitungen zitiert wurden, war die am Mittwoch verkündete Scheidung von Guy Ritchie und Madonna alles andere als eine Überraschung.

Schon seit Monaten habe sich das Paar nur noch über seine Assistenten ausgetauscht, hieß es da, und die Londoner "Sun" wusste zu berichten, dass der Bruch der Ehe schon 2005 mit einem Sturz der Popdame vom Pferd begonnen habe. Damals brach sich Madonna mehrere Knochen und litt unter großen Schmerzen, während Ritchie, ganz britischer Landlord, nur gebrummt haben soll: "Das wird schon wieder." Passend dazu klang dann auch die Äußerung Madonnas bei ihrem Konzert in Boston am Tag der Scheidungsverkündung: "Dieses Lied ist für die emotional Zurückgebliebenen. Vielleicht kennt jemand einen, der dazu gehört. Ich jedenfalls kenne einen." Und dann sang sie "Miles Away", einen Song über sich entfernende Liebende. Dass die Ehe, die sich einst im Londoner Haus von Sting bei einem Abendessen anbahnte, nun ausgerechnet im verflixten siebten Jahr zerschellt, ist nur noch eine ironische Fußnote. Die beiden haben nie recht zueinander gepasst. "Wenn du dich nur am Ende vom Markt herumtreibst, ist es das, was du bekommst", kommentierte denn auch Ritchies Mutter Lady Amber Leighton, selbst geschieden, die Frauenwahl ihres Sohnes.

Horrende Summen

Die englische Kanonenpresse frohlockt nun angesichts einer langen, blutigen und vor allem teuren Scheidungsschlacht. Madonna soll rund 275 Millionen Pfund besitzen, Ritchie, aus gutem Hause, 30 Millionen. Er könnte nun, so britische Scheidungsexperten, mit Forderungen von 75 Millionen Pfund in den Ring steigen, das wäre in Großbritannien die teuerste Scheidung aller Zeiten. Aber, und so zitieren "Freunde" den Regisseur Ritchie, er wolle keinen Cent. Der von seiner zukünftigen Ex als emotionaler Kreidefelsen bewertete Ur-Brite sorge sich vor allem um die Kinder des Paares und dabei in erster Linie um seinen leiblichen Sohn Rocco, 8.

Ritchie würde es sogar ertragen, dass seine Kinder in der von der jüdischen Heilslehre Kabbala durchwobenen Erziehungswelt Madonnas in New York aufwachsen, wenn er großzügiges Besuchsrecht bekomme. Andere "Freunde" wiederum erzählen, die Sängerin werde ihren Wohnsitz ihren Kindern zuliebe in London behalten.

Doch hinter dieser Kabale aus Scheidung und Sorgerecht schimmert noch ein anderer - und man könnte sagen Madonna-typischer - Konflikt. Die egomanische Selbsterfinderin und Trendnomadin hat eigentlich die Lust an London verloren. Noch vor acht Jahren war sie mit der ihr eigenen Euphorie an die Themse gezogen, glücklich, endlich wahren kulturellen Boden in "Old Europe" gefunden zu haben. Doch nun scheint ihr die pleitegeschüttelte Stadt voller Araber und reicher Russen so unhip wie ein alter Pullover. Anfangs mochte der "british style" ihres Mannes mit Landhaus, Reiten und Jagdausflügen ja noch lustig und crazy gewesen sein. Doch nun sucht das Superego Madonna nach neuen Welten, die ihrem einzigen Gesetz gehorchen: Ich. So beschreibt Christopher Ciccone, 48, seine Schwester jetzt in seinem unterhaltsamen Buch "Meine Schwester Madonna und ich" als Person, "die nur auf einen einzigen Menschen hört. Sich selbst".

Makrobiotische Diktatur

Die ersten Nachrichten aus dem Innenleben des Paares weisen auf wahnhafte Verhältnisse. Madonna habe im Haushalt die Ernährung ihrer makrobiotischen Diktatur unterworfen. Kein Zucker, keine Milch, selbst der Röstgrad des Kaffees wurde kontrolliert. Guy Ritchie wurde gezwungen, seinen englischen Tee mit Reismilch zu trinken. Nur auf dem Landsitz in Wiltshire konnte Ritchie seine Freunde britisch und fleischhaltig bewirten, die Gattin verließ dann jedes Mal angewidert den Raum, um auf der Terrasse eine Miso-Suppe zu löffeln.

"Ich werde nicht damit aufhören und zu Hause sitzen und fett werden", kläffte sie einmal eine Reporterin an. Daran haben auch die Kinder nichts geändert. Im Gegenteil. "Meine Schwester wurde nur noch kontrollierter, und die Kontrolle richtete sich auch auf die Kinder." So sei Lourdes, 12, Rocco, 8, und dem adoptierten David, 3, zu Hause strikt das Fernsehen verboten worden, jede Nahrung sei streng makrobiotisch, "das geht ziemlich verrückt zu". Erste Befreiungsversuche der Madonna-Tochter wurden bekannt, die immer öfter forderte, bei ihrem leiblichen Vater, dem Fitnesstrainer Carlos Leon zu sein. Ein Mann, den die Mutter sich eigentlich nur als Samenlieferant ausgeguckt hatte.

Madonna muss kämpfen. An verschiedenen Fronten. In einem Alter, in dem andere Superstars gelassener werden, scheint sich Madonna immer wieder krampfhaft neu befeuern zu müssen. Misserfolge hasst sie. Ihre Pläne, zusammen mit Guy Ritchie eine Filmkarriere zu machen, scheiterten. Ein Blick in ihren einzigen gemeinsamen Film, "Swept Away", reicht aus, um zu verstehen, warum. Ihr Produzentenversuch "I Am Because We Are", ein Dokumentarfilm über Malawi, wurde den Ruch nicht los, dass hier ein schlechtes Gewissen verfilmt wurde. Madonna musste zuvor weltweit scharfe Kritik einstecken, als sie vor zwei Jahren den kleinen David hart am Rande der Legalität aus einem Waisenhaus in Malawi heraus adoptierte. Guy Ritchie, so heißt es, sei gegen die Aktion gewesen.

Karrieretief?

Der Applaus, wie Madonna ihn kennt, blieb in Old Europe aus, während ihre Alben "American Life" 2003 und "Confessions On A Dance Floor" 2005 in den USA Erfolge verbuchten. Vor allem die Tanzplatte "Dance Floor" brachte ihr die frenetische Liebe ihrer härtesten Fans in der schwulen Kultur zurück. Aber ihre Fähigkeit, eigenwillig Trends zu setzen, ist mittlerweile erlahmt. Heute hört es sich musikalisch eher an, als folge sie verunsichert anderen. So war bei ihrem Duett "4 Minutes" mit Justin Timberlake nicht klar, wer eigentlich wen als Zugpferd brauchte.

Und Guy Ritchie? Nachdem sein Film "Rock 'n' Rolla" im September von der Kritik mit mäßigem Wohlwollen kommentiert wurde, dreht er jetzt einen "Sherlock Holmes"-Film. Die britische Öffentlichkeit hat dem 40-Jährigen allerdings noch nie große Schaffenskraft attestiert. Eher amüsiert nahm man von den Regieversuchen des "rich son" Notiz, der in der Öffentlichkeit oft meterweit hinter Madonna trottete und sie "the Missus" nannte. Aber die Engländer werden in der Scheidung zu ihm stehen, ist man doch froh, die Primadonna wieder von der Insel zu haben. Sie werden nie vergessen, was Madonna einmal wütend über England sagte: "Ich bin aus Amerika gewohnt, dass sieben Tage die Woche gearbeitet wird. Mich irritiert, dass hier alle um fünf nach Hause gehen, und dann sind hier auch noch alle paar Minuten Feiertage." Ein Scheidungsgrund - für England.

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Mitarbeit: Ulrike von Bülow, Cornelia Fuchs / print
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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?