Schottland Mutter von Prinzessin Diana gestorben


Frances Shand Kydd, die Mutter von Prinzessin Diana, ist Donnerstag nach langer Krankheit verstorben. Das Verhältnis zwischen den beiden Frauen war gespannt, nachdem sie ihre Tochter im Alter von sechs Jahren verlassen hatte.

Die Mutter von Prinzessin Diana, Frances Shand Kydd, ist am Donnerstag gestorben. Die 68-Jährige sei nach langer Krankheit friedlich eingeschlafen, teilte ein Sprecher ihres Sohnes Earl Spencer mit. Shand Kydd war vor einigen Tagen in ein Krankenhaus an der schottischen Westküste eingeliefert worden. Sie starb aber in ihrem Haus auf der Insel Seil bei Oban, wie der katholische Priester Donald McKay mitteilte, der sie in ihren letzten Stunden begleitete.

Der "größte Burch" in Dianas Kindheit

Frances Shand Kydds Verhältnis zu Diana war nicht einfach. Die spätere Prinzessin wurde im Alter von sechs Jahren von ihrer Mutter verlassen, als diese sich wegen eines anderen Mannes von Dianas Vater Edward John Spencer trennte. Ein Erlebnis, das Diana gegenüber ihrem Biografen Andrew Morton rückblickend als "den größten Bruch" in ihrer Kindheit beschrieb.

In den letzten vier Monaten ihres Lebens sprach Diana kein einziges Wort mit ihrer Mutter, wie diese vor zwei Jahren in einem Diebstahlsprozess gegen den ehemaligen Butler der verstorbenen Prinzessin berichtete. Briefe, die Shand Kydd an Diana schickte, kamen ungeöffnet zurück. Doch es gab offenbar auch Ähnlichkeiten zwischen Mutter und Tochter. Diana sagte einmal, als sie von ihrer unglücklichen Ehe mit Prinz Charles sprach: "Das habe ich von meiner Mutter: Wie schrecklich du dich auch fühlen magst, du kannst dich nach außen erstaunlich glücklich zeigen. Darin ist meine Mutter Expertin."

Medien waren an Eheproblemen Schuld

Glück mit den Männern war auch Shand Kydd nicht beschieden: Ihre zweite Ehe zerbrach nach 19 Jahren, ihrer Meinung nach, weil ihr Mann Peter Shand Kydd die ständige Aufmerksamkeit der Medien an seiner Frau nicht ertrug. Den Druck der Öffentlichkeit hätte sie auch Diana gerne erspart, sagte Shand Kydd 1997 nach dem tödlichen Unfall ihrer Tochter: "Ich wollte ein Privatleben für sie, sehr oft, wenn sie nicht gerade arbeitete", sagte sie. "Aber es hat nicht sollen sein."

DPA

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