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Sex-Ranking: Liebesgrüße aus der Lederhose

Reiseführern sagen, wo die besten Cafés, Shops oder Hotels sind. Nur eine Frage bleibt unbeantwortet: Wo finde ich den besten Sex? Ein Ranking gibt endlich Auskunft, wo der Beischlaf am meisten Spaß macht.

Österreicher haben einer Studie zufolge mehr Spaß am Sex als Menschen in 28 anderen Ländern der Welt. Auch Deutsche sind mit ihren Schäferstündchen überwiegend zufrieden und rangieren unter den Top Ten der an der Universität von Chicago erarbeiteten Liste. Das Team um den Soziologen Edward O. Laumann hatte sich auf 40- bis 80-Jährige konzentriert. Es stellte den 27.500 Menschen Fragen zu ihrer körperlichen und emotionalen Erfüllung im Bett sowie zum Stellenwert, den sie ihrem Geschlechtsleben einräumen. Das Ergebnis veröffentlichte die Zeitung "Chicago Sun-Times" am Mittwoch.

Schlusslicht Japan

Demnach finden 63 Prozent der nicht mehr ganz jungen deutschen Männer, dass sie guten Sex haben. Ihre Partnerinnen stimmen ihnen zu 57 Prozent zu. Dagegen begeisterten sich 80 Prozent der Männer und 63 der Frauen in Österreich für ihr Liebesleben.

In Spanien lobten 73 Prozent der befragten Männer und 68 Prozent der Frauen ihren Sex, und in Kanada, Nummer 3 auf Laumanns Liste, lag der Anteil der Zufriedenen bei zusammen 64,6 Prozent. Die als prüde geltenden Amerikaner sind ihren Nachbarn im Norden mit 64,2 Prozent dicht auf den Fersen. Das Schlusslicht des internationalen Vergleichs bildet Japan. Dort empfinden nur 18 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen ihren Sex als gut.

In Ostasien mangelt es an sexueller Begierde

Generell ist die sexuelle Unzufriedenheit in männerdominierten Kulturen weit verbreitet. Nicht einmal jeder zweite Algerier, Marokkaner oder Türke schätzt sich glücklich im Bett. Noch unzufriedener sind ihre Frauen: Nur 24 Prozent der Ägypterinnen, 25 Prozent der Türkinnen und 34 Prozent der Algerierinnen gaben ihrem Sex eine gute Note.

Noch krasser fiel das Ergebnis in Ostasien aus, wo es nach Auskunft der Befragten oft an sexueller Begierde mangelt und Frauen dem Geschlechtsverkehr überwiegend keine Bedeutung zumessen. Auch für Deutsche ist Sex nicht unbedingt vorrangig: Nur jede dritte Bundesbürgerin (33 Prozent) von 40 bis 80 räumt der nächtlichen Begegnung mit ihrem Ehemann oder Partner großen Stellenwert ein. Bei deutschen Männern liegt der Anteil immerhin noch bei 41 Prozent. Im internationalen Vergleich wurden die Deutschen bei dieser Frage auch von Belgiern, Australiern und US-Amerikanern überrundet. Sie platzierten sich aber vor den Franzosen, Briten und Schweden.

DPA / DPA