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Sophia Thomalla wirbt für Lidl Ist diese Promi-Werbung glaubwürdig oder peinlich?


Seit Montag wirbt Sophia Thomalla für Mode vom Discounter Lidl. Sie ist nicht der einzige Prominente, der derzeit in einer Kampagne zu sehen ist. Doch wann passt es und wann wird es peinlich?

Leder-Imitatjacken für 19,99 Euro, Stretch-Jeans für 9,99 Euro und Stiefeletten für 14,99 Euro das Paar. Dazu gibt es Schals, Nagellack und sogar ein Parfüm mit dem Namen "Berlin", das für knapp sechs Euro den Duft der "Lifestyle-Metropole" verbreiten soll: Der Discounter Lidl hat derzeit Mode und Accessoires im Angebot. Sie werden mit dem Slogan "Bleib schön du selbst" in Anzeigen und im Fernsehen beworben - mit prominenter Unterstützung: Model ist Schauspielerin Sophia Thomalla.

Lidl rühmt sich in einer Pressemitteilung vor allem dafür, wie gut der Werbestar zur Marke passe. Thomalla sei "das perfekte Gesicht der neuen Kampagne", heißt es. Und auch die 25-Jährige, die im vergangenen Jahr bereits für eine Kosmetiklinie aus dem Hause Lidl Werbung machte, schwärmt von der Zusammenarbeit und Lidls Modemarke Esmara. "Das Motto der Kampagne hat mir gleich gefallen", sagt die Tochter von Simone Thomalla. "Denn ich sage gerne öfter mal, was ich denke, und mache das, wovon ich überzeugt bin."

Soweit, so gut. Doch kann Thomalla als Werbestar für Billig-Mode überzeugen? Wie glaubwürdig ist es, wenn eine Schauspielerin, die im Jahr Gagen von mehreren zehntausend Euro einstreicht, ihr Gesicht für Billig-Parfüm und Leder-Imitat-Jacken hergibt? Würde Thomalla diese Mode auch privat tragen? Oder ist es nicht viel mehr ihr Honorar als Werbefigur, warum sie Sätze sagt wie: "Für mich muss es schlicht und alltagstauglich sein, Esmara passt perfekt dazu."

Ein schmaler Grat zwischen glaubwürdig und peinlich

Die Glaubwürdigkeit einer Werbefigur entscheidet über Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne. Der Grat, ob es passt oder peinlich wird, ist schmal und wird oft auch unterschiedlich wahrgenommen. Egal ob Barbara Schöneberger genüsslich in den Fleischsalat beißt, Verona Pooth von Jogginghosen schwärmt oder Daniela Katzenberger auf Sofas vom Billig-Möbelhaus sitzt: Viele Kampagnen funktionieren, obwohl Protagonist und beworbenes Produkt auf den ersten Blick nicht zusammen passen.

Neben Thomalla sind derzeit vier weitere Prominente in Werbe-Kampagnen zu sehen: Ex-Fußballnationalspieler Arne Friedrich, Schauspieler Bully Herbig, Beate und Irene Fischer aus "Schwiegertochter gesucht" und "Ein Fall für Zwei"-Darsteller Antoine Monot jr. Doch welche Werbung passt und welche ist peinlich? In unserer Abstimmung (siehe oben) haben Sie die Wahl.

In sozialen Netzwerken haben die User ihr Urteil über Sophia Thomallas Lidl-Kampagne bereits gefällt. Sie wird mit Spott und Häme überzogen. Viele kaufen ihr nicht ab, dass sie ihre Klamotten beim Discounter shoppt. Da nutzt es auch nichts, dass Thomalla beim Werbedreh in ihrer Heimatstadt Berlin in Szene gesetzt wird. Nach dem Parfum "Berlin" wird Thomalla dabei vermutlich nicht gerochen haben.


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