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Souvenirtasse: Kate heiratet den falschen Prinzen

Hätten Sie den Fehler entdeckt? Er grinst schelmisch, ist rothaarig und heißt Harry. Auf einer jetzt heraus gegebenen Souvenirtasse heiratet Kate Middleton den falschen Prinzen. Doch statt eines peinlichen Fehlers handelt es sich offenbar um eine kalkulierte Verkaufsförderung.

Von Jens Maier

Eigentlich sind die beiden ganz einfach auseinander zu halten: Der eine, der lausbübisch grinst und rötlich schimmerndes, volles Haupthaar hat, ist der Jüngere von beiden - Harry. Der andere, der mit dem schütteren Haar, dem man sogar einen Rover vertrauensvoll abkaufen würde, ist William. Kronprinz, später mal König des Vereinigten Königreiches und im Moment einer der am häufigsten abgebildeten Männer in englischen Postillen und auf Souvenirs. Grund für die große Nachfrage nach dem Konterfei des Prinzen ist seine Heirat mit Kate Middleton am 29. April. Doch trotz der Omnipräsenz seiner königlichen Hoheit heiratet Kate jetzt auf einer Tasse den Falschen.

Auf der Vorderseite eines Porzellanbechers, der anlässlich der Hochzeit des Paares herausgegeben wurde, lächelt die bürgerliche Kate gewohnt charmant, zeigt ihr breitestes Lächeln und schreit geradezu in die Welt heraus, wie verliebt sie ist. Das Problem: Der Mann neben ihr, der mit der roten Krawatte und den rötlich schimmerndem Haar, der verliebt zurückguckt und unter dessen Foto "Will" steht, ist gar nicht Prinz William. In Wahrheit handelt es sich um Kates zukünftigen Schwager, Prinz Harry.

Peinlicher Fehler oder gewollter Verkaufsgag? Wahrscheinlich ist die falsche Abbildung ein geschickter Werbecoup des chinesischen Herstellers. Auf der Internetseite von Guandong Enterprises werden Interessierte dazu aufgerufen, möglichst schnell zuzuschlagen und das angebliche Sammlerstück für zehn Pfund zu erwerben. Das legt die Vermutung nahe, dass der falsche "Will" mit Absicht auf die Tasse gedruckt wurde, um den Verkauf anzukurbeln.

Fehldrucke bei Sammlern heiß begehrt

Wie bei falsch gedruckten Briefmarken können solche Fehldrucke, wenn sie nur in geringer Stückzahl hergestellt wurden, stark im Wert steigen und sind bei Sammlern deshalb heiß begehrt. 2006 hatte die inzwischen pleite gegangene Kaufhauskette Woolworth einen Teller mit William und Kate als Hochzeitspaar angeboten, der kurz darauf, als sich das Paar vorübergehend trennte, aus dem Handel genommen wurde. Dieser Teller ist inzwischen unter Souvenirjägern heiß begehrt.

Zu den offiziellen Souvenirs des britischen Königshauses gehört die mit viel Schnick-Schnack verzierte Tasse ohnehin nicht. Das lizenzierte Porzellan ist ganz königlich in schlichtem Weiß gehalten und zeigt natürlich nicht Harry und Kate, sondern den echten "Will".