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Spanisches Königshaus: Vaterschaftsklage gegen Juan Carlos steht auf der Kippe

Eine Belgierin behauptet, die uneheliche Tochter des spanischen Ex-Königs Juan Carlos zu sein. Die Justiz ließ ihre Vaterschaftsklage zu. Aber der 77-Jährige wehrt sich dagegen - bisher erfolgreich.

Juan Carlos war von 1975 bis 2014 König Spaniens. Durch seine Abdankung verlor er auch seine juristische Immunität.

Juan Carlos war von 1975 bis 2014 König Spaniens. Durch seine Abdankung verlor er auch seine juristische Immunität.

Im Streit um eine Vaterschaftsklage gegen den spanischen Ex-König Juan Carlos hat sich die Staatsanwaltschaft auf die Seite des 77-jährigen früheren Monarchen gestellt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe berichtete, sprach die Anklagebehörde sich dafür aus, die Zulassung der Klage einer Belgierin zurückzunehmen.

Die 48-jährige Ingrid Sartiau habe keine ausreichenden Indizien für ihre Behauptung vorgelegt, eine uneheliche Tochter des Ex-Monarchen zu sein, betonte die Anklagebehörde danach in einem Schreiben an den Obersten Gerichtshof in Madrid. Das Gericht hatte die Vaterschaftsklage im Januar zugelassen.

Vor der Staatsanwaltschaft hatte bereits Juan Carlos diese Entscheidung durch seine Anwälte anfechten lassen. Die Richter müssen nun entscheiden, ob sie den Einsprüchen stattgeben und damit das Verfahren einstellen oder ob sie die Zulassung der Klage aufrechterhalten.

Die Staatsanwaltschaft lehnte auch das Verlangen der Klägerin ab, den früheren König zur Abgabe einer DNA-Probe aufzufordern. Juan Carlos hatte im Juni 2014 zugunsten seines Sohnes Felipe auf den Thron verzichtet. Die belgische Klägerin behauptet, ihre Mutter habe 1965 in Marbella in Südspanien eine Romanze mit dem damaligen spanischen Prinzen gehabt.

jum/DPA / DPA