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Skandal am spanischen Königshof: Vaterschaftsklage gegen Juan Carlos zugelassen

Als König war er immun, nun muss er sich stellen: Spaniens Oberstes Gericht hat eine Vaterschaftsklage gegen den ehemaligen König Juan Carlos zugelassen.

Dem ehemaligen spanischen König Juan Carlos könnte es an den Kragen gehen: Er muss sich vor Gericht einer Vaterschaftsklage stellen.

Dem ehemaligen spanischen König Juan Carlos könnte es an den Kragen gehen: Er muss sich vor Gericht einer Vaterschaftsklage stellen.

Spaniens Oberstes Gericht hat eine Vaterschaftsklage gegen den ehemaligen König Juan Carlos zugelassen. Dies sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch in Madrid der Nachrichtenagentur AFP. Es handele sich um die Klage der Belgierin Ingrid Sartiau.

Im Jahr 2012 hatte ein spanisches Gericht zwei Vaterschaftsklagen gegen den damaligen spanischen König unter Verweis auf die in der Verfassung verankerte Immunität abgewiesen. Sartiau sowie der Katalane Alberto Solà Jiménez sind davon überzeugt, uneheliche Kinder von Juan Carlos zu sein und wollten einen Vaterschaftstest erwirken.

DNA-Tests hatten damals bestätigt, dass die beiden mit 91-prozentiger Sicherheit ein gemeinsames Elternteil haben. Sie baten daraufhin gemeinsam in einem Schreiben an den Königspalast um Anerkennung als Nachkommen des damaligen Monarchen. Als sie keine Antwort erhielten, zogen sie vor Gericht.

Mit seiner Abdankung im Juni vergangenen Jahres zu Gunsten seines Sohnes Felipe verlor Juan Carlos seine umfassende Immunität. Allerdings beschloss das Parlament mit den Stimmen der konservativen Regierungspartei umstrittene juristische Sonderrechte für ihn. Sie sehen vor, dass nur der Oberste Gerichtshof abgedankte Monarchen zur Rechenschaft ziehen kann. Damit sind die Hürden deutlich höher, weil eine höhere Beweislast nötig ist.

AFP / AFP