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Trumps letzte Amtshandlungen Todesstrafe: Kim Kardashian trauert um Häftling Brandon Bernard

Kim Kardashian
Kim Kardashian nutzt ihre Bekanntheit und Reichweite, um sich für Gefangene in den USA einzusetzen
© ©Netflix/Courtesy Everett Collection / Picture Alliance
In den letzten Wochen seiner Amtszeit lässt Donald Trump im ganzen Land Todesstrafen vollstrecken. Sein Nachfolger, Joe Biden, ist bekanntermaßen dagegen. Kim Kardashian hatte lange Zeit dafür gekämpft, dass ein Verurteilter davon verschont bleibt. Jetzt wurde er hingerichtet. 

In ihren Tweets ist ihre Verzweiflung rauszulesen. "Ich bin so fertig gerade. Sie haben Brandon umgebracht", schrieb Kim Kardashian dort am Donnerstag. Seit Wochen schon hatte sich der Reality-Star öffentlich dafür eingesetzt, dass Brandon Bernard begnadigt wird. Der heute 40-Jährige wurde mit 18 Jahren zur Todesstrafe verurteilt, nachdem eine Jury ihn des Todes schuldig gesprochen hatte.

Kim Kardashian trauert um Brandon Bernard

"Es ist der Tag der Menschenrechte, und hier in den Vereinigten Staaten richten wir jemanden hin, der zum Zeitpunkt des Verbrechens 18 war, nicht der Schütze war und sich rehabilitiert hat. So beschämend", schrieb Kardashian vor der Hinrichtung am Donnerstag. Sie hatte engen Kontakt zu Bernard, der sich ihrer Ansicht nach so grundlegend verändert habe, dass die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe geändert werden müsste.

Selbst die Vielzahl der Jurymitglieder vom Gerichtsprozess gegen Bernard sind heute anderer Meinung und würden den Mann nicht mehr schuldig sprechen. Doch Donald Trump hat veranlasst, einige Todesstrafen noch vor Amtsantritt Joe Bidens im Januar durchführen zu lassen. Biden ist bekanntermaßen gegen die Todesstrafe, Trump dafür. 

Sie setzt sich für Gefangene ein

Seit einigen Jahren schon setzt sich Kardashian für Gefangene ein, die entweder unschuldig in Haft sitzen, oder aber so sehr rehabilitiert sind, dass ihre Strafe neu eingeschätzt werden sollte. Den ganzen Tag über hielt sie ihre Follower über den Fall auf dem Laufenden. "Als er mir erzählte, dass er klaustrophobisch ist und sie ihm anboten, ihm eine Spritze mit Sedativum zu geben, um ihn zu beruhigen, bevor sie ihn in den Stuhl setzten, und er einfach nicht in Panik geraten wollte, bin ich buchstäblich ausgerastet. Ich musste mein Telefon stummschalten, damit er mich nicht so weinen hörte", schrieb sie.

Am Telefon wollten beide sich am Ende nicht Lebewohl sagen und somit den letzten Funken Hoffnung aufgeben. Stattdessen sagten sie, sie würden bald wieder miteinander sprechen. Dazu wird es nicht mehr kommen.

ls

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