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Tom Cruise: Mr. Mission Impossible zieht blank

In seinem neuen Film "Rock of Ages" zeigt Sonnyboy Tom Cruise erstmals seine Rockerseite und seinen nackten Hintern. Das verriet Regisseur Adam Shankman jetzt in Las Vegas.

Von Frank Siering, Los Angeles

Das Publikum muss nicht lange warten. Schon in der ersten Szene seines neuen Films "Rock of Ages" zeigt Tom Cruise seinen nackten Hintern. Das verriet jetzt Regisseur Adam Shankman während der "CinemaCon", der Fachmesse für Kinobesitzer, in Las Vegas.

Der Film kommt zwar erst im Juni in die Kinos, aber Shankman ("Hairspray") konnte sich die Vorfreude auf den Streifen einfach nicht verkneifen. Mit hörbaren Amüsement in der Stimme berichtete der Filmemacher von den Dreharbeiten. "Wir drehten in Las Vegas, und ich sagte Tom: 'Du weißt schon, dass ich deinen Hintern zeigen werde'", so Shankman zu Reportern in Sin City.

Cruise, immer der Profi, wollte erst nicht so richtig und fragte seinen Boss, ob es denn nicht einen anderen Weg gebe. Er sei immerhin nicht mehr der knackige Mittdreißiger, soll er gesagt haben, sondern gehe stark auf die 50 zu. "Und wer will schon einen 50-jährigen Arsch im Kino sehen", soll Cruise mit einem verschmitzten Lachen auf den Lippen hinzugefügt haben.

Doch nach einigem Hin und Her, so schilderte es Shankman, beugte er sich dem Chef am Set, klatschte in die Hände und seufzte: "Okay, dann lass es uns so machen. Lass uns meinen Hintern drehen."

Eine Mischung aus Axl Rose und Keith Richards

Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass das Publikum die Kehrseite von Mr. Mission Impossible zu sehen bekommt. Auch in den Filmen "Far and Away", "Jerry Maguire" und "Eyes Wide Shut" zeigte er seinen Hintern.

In "Rock of Ages" spielt Cruise Stacee Jaxx, einen alternden Rockstar, der ­- wie ihn Shankman beschreibt ­- eine Mischung aus Axl Rose, Bret Michaels und Keith Richards ist.

Um sich auf die Rolle vorzubereiten - Cruise musste für diesen Film eine Perücke tragen - traf sich Hollywoods Glamourboy mit seinem guten Freund Jon Bon Jovi. Aber das Meeting führte nicht in die Richtung, die sich Shankman für die Rolle von Jaxx vorgestellt hatte.

Tochter Suri gibt den Anstoß

Shankman war der Meinung, dass Bon Jovi einfach viel zu nett und nicht "Bad Boy" genug war, um Cruise über das Lotterleben der Rockstars wirklich aufklären zu können. "Ich wollte einen Typen, der keine Grenzen kennt, der in einer Welt lebt, in der das Wort Nein nicht existiert. Unser Charakter ist ein Mann, der praktisch jeden Tag Amok läuft." ­Und Jon Bon Jovi, der Barde mit Familienanschluss und gut gepflegtem Häuschen mit Garten in New Jersey, passte da nicht so wirklich in das Image.

Axl Rose schon eher. Oder Keith Richards. Aber mit diesen Musikern ist Cruise nicht befreundet. Verkehrt er doch in der Regel eher mit Gleichgesinnten - wie Will Smith oder seinen Scientology-Freunden.

Cruises erstes Musical, auch diese Info gab Shankman in Las Vegas preis, kam wohl nur deshalb zustande, weil Cruise-Tochter Suri ein solch großer Fan von "Hairspray" war. "Das ist ihr Lieblingsfilm, der läuft bei uns zu Hause mindestens einmal am Tag", so Cruise. Als Daddy Tom herausfand, wer hinter dem gut gemachten Musical stand, ließ er ein Meeting mit Shankman organisieren. Und der Rest ­- wie man in Hollywood so schön sagt ­- "war History".