VG-Wort Pixel

Stierkampf Stier spießt Torero auf - "Schade, dass er dich nicht richtig erwischt hat"

Andy Younes
Andy Younes wird bei einem Stierkampf in Marseille schwer verletzt.
© Boris Horvat / AFP
Es ist ein abscheuliches Spektakel mit blutigem Ausgang: Bei einem Stierkampf in Marseille bohrt ein Tier seine Hörner in Torero Andy Younes. Im Internet verhöhnen Tierschützer den verletzten Matador.

Die Bilder des Kampfes sind dramatisch. Ein Stier bohrt seine Hörner in den Körper von Andy Younes. In der Arena spritzt Blut. Das Tier wirbelt den 20-jährigen Franzosen in die Luft. trifft auch die Schulter des Stierkämpfers. Doch wie durch ein Wunder wird Younes nur leicht verletzt.

Zu dem Zwischenfall kam es am Ostersonntag in Marseille. Younes trat in seiner französischen Heimat zu einem Stierkampf an. Der junge Torero war einen Moment unachtsam. Das hatte schwere Folgen. Doch trotz seiner Verletzungen konnte Younes den Kampf zu Ende bringen, tötete das gequälte Tier am Schluss.

Younes wird bejubelt und angefeindet

Vom Publikum in der Arena wurde Younes gefeiert. Unter begeistertem Jubel drehte er blutverschmiert eine Ehrenrunde. Auf Instagram veröffentlichte der Franzose Fotos, die ihn mit einer widerlichen Trophäe zeigen: Er erhielt beide Ohren des getöteten Stieres - für einen Torero eine besondere Ehre.

Doch während Younes in Marseille gefeiert wurde, wird er im Netz angefeindet. In deutschen Kommentaren heißt es: "Schade, dass der Stier dich nicht aufgespießt hat" oder "Du kleiner Rotzlöffel, schade das er dich nicht richtig erwischt hat". In spanischen und französischen Kommentaren wird er hingegen überwiegend beglückwünscht. 

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN
Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.
An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN
Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.

Stierkampf ist umstritten

Während der Stierkampf in vielen Regionen Südspaniens und Südfrankreichs gefeiert wird, werfen Kritiker den Veranstaltern Tierquälerei vor. Die Stiere würden über Tage gequält und vielen würden Ohren und Schwanz abgeschnitten, obwohl der Tod noch nicht zuverlässig festgestellt sei. Befürworter hingegen halten den Stierkampf für eine Kunstform.

Für Younes war es nicht der erste Kampf mit blutigem Ausgang. Im vergangenen Juli erlitt er schwere Verletzungen am Auge. Trotzdem möchte er weiter machen. "Es ist mit Worten kaum zu beschreiben, was ich erlebt habe", schrieb er auf Instagram. 

mai

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker