Sie ist 31 Jahre alt – und erfüllt sich nach eigenen Aussagen jetzt einen "Traum": Clara Sofie Kreutter wird Stierkämpferin. Und das als erste Deutsche.
Am Montagabend feiert Clara Sofie Kreutter ihre Premiere: Sie wird als erste Deutsche als Stierkämpferin antreten. Ihr Debüt wird im spanischen Örtchen Ledaña, rund 150 Kilometer westlich von Valencia, steigen. Das kommunizierte die 31-Jährige auf ihrem Instagram-Account.
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Vor ihrem ersten Auftritt in Spanien sprach die Reiterin aus Bad-Berleburg in Nordrhein-Westfalen mit der spanischen Nachrichtenagentur "EFE" über ihre Beweggründe. In Deutschland hatte die "Bild" zuerst über die Frau berichtet.
Der Agentur sagte Kreutter, dass für sie ein "Traum" in Erfüllung ginge. "Ich bin sehr aufgeregt und gespannt. Das ist eine großartige Chance, auf die ich mich in den letzten Monaten gemeinsam mit meinen Lehrern intensiv vorbereitet habe. Ich empfinde diese Möglichkeit als große Ehre."
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19. April: Robo schlägt Mensch
Peking, China. Beim Halbmarathon in der chinesischen Hauptstadt haben humanoide Roboter ihre menschliche Konkurrenz klar abgehängt. Der siegreiche Roboter der chinesischen Smartphone-Marke Honor legte die 21 Kilometer lange Strecke am Sonntag in 50 Minuten und 26 Sekunden zurück. Damit unterbot er den menschlichen Halbmarathon-Weltrekord, den der ugandische Läufer Jacob Kiplimo im März in Lissabon aufgestellt hatte, gleich um mehrere Minuten. Auch andere Roboter waren deutlich schneller als die Profisportler und liefen um mehr als zehn Minuten früher als die menschlichen Sieger im Ziel ein. Um Zusammenstöße zu vermeiden, traten die Maschinen und die 12.000 menschlichen Teilnehmer auf parallelen Bahnen an.
Mit großer Ehrfurcht beobachte sie seit langem die anderen Stierkämpfer, da ihr selbst einfach die Erfahrung fehle: "Ich bin nicht in dieser Kultur aufgewachsen und recht spät zum Stierkampf gekommen", sagt sie. Und kündigte an, in einem Outfit aufzutreten, an dem zu erkennen sei, dass sie Deutsche ist. "Ich habe mich entschlossen, bei allem Respekt vor den Traditionen, meine Herkunft zu ehren."
Stierkämpfe sind und bleiben umstritten
Stierkämpfe sind in mehreren Ländern, vor allem in Spanien, eine viele tausend Jahre alte Tradition und werden von Anhängern als Teil des Kulturguts verstanden. Doch die Proteste gegen die Veranstaltungen werden größer und größer. Für viele Menschen ist das gezielte Töten der Tieren zur Belustigung von Menschen nichts anderes als Tierquälerei.
Dieser Kritik muss sich auch Clara Sofie Kreutter stellen. Auf ihrem Instagram-Account finden sich mehrere Kommentare, die ihren Auftritt am Montagabend scharf kritisieren. Kreutter kennt die Vorwürfe natürlich, sieht sie aber anders. Für sie, so sagte sie es "EFE", stehe die Kunst im Mittelpunkt, als Reiterin eins zu werden mit dem Pferd – um als Torera erfolgreich (und schadlos) den Stierkampf zu überstehen.