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Trauerfeier für Ehrenbürger: Klagenfurt nimmt Abschied von Udo Jürgens

Noch ist unklar, wann die große Abschiedsfeier für den verstorbenen Musiker Udo Jürgens stattfinden wird. Die Stadt Klagenfurt verabschiedete sich schon heute - mit einer kleinen, stillen Zeremonie.

Abschied von Udo Jürgens: Vizebürgermeister Wolfgang Germ (l.) und Bürgermeister Christian Scheider (FPÖ) nehmen an einer Gedenkveranstaltung für den verstorbenen Entertainer teil.

Abschied von Udo Jürgens: Vizebürgermeister Wolfgang Germ (l.) und Bürgermeister Christian Scheider (FPÖ) nehmen an einer Gedenkveranstaltung für den verstorbenen Entertainer teil.

Ein letztes Mal blickt Udo Jürgens auf die Besucher des Klagenfurter Stadttheaters herab. Unter dem Konterfei des kürzlich verstorbenen Entertainers steht ein schwarz verhüllter Flügel, darauf liegen Rosen. Aus Lautsprechern klingt melancholische Klaviermusik. Wer mag, kann sich in ein Kondolenzbuch eintragen.

Die Organisatoren haben sich für einen kleinen, stillen Abschied vom berühmtesten Sohn ihrer Stadt entschieden. Kein großes Getöse, keine Showveranstaltung. Der Bruder des Verstorbenen selbst hatte die Idee dazu. Das Kondolenzbuch lag bereits über die Feiertage im Tourismusamt aus. Eine erste Möglichkeit für die Fans, Abschied von ihrem Idol zu nehmen.

Klagenfurt verneigt sich

Am heutigen Dienstag ist das Buch dann ins Stadttheater gewandert - zur offiziellen Gedenkfeier der Stadt. Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (FPÖ) legte einen Kranz nieder, der nun neben dem Kondolenzbuch ruht. "Die Stadt Klagenfurt verneigt sich vor ihrem Ehrenbürger Prof. Udo Jürgens", ist auf einer Schleife zu lesen.

Jürgens wurde 2001 zum Ehrenbürger Klagenfurts ernannt. In seiner Geburtsstadt lebte der Sänger aber schon lange nicht mehr, hatte in der Schweiz eine neue Wahlheimat gefunden. Am 21. Dezember war Jürgens dort bei einem Spaziergang zusammengebrochen. Er starb mit 80 Jahren im Krankenhaus von Münsterlingen an Herzversagen. Eine große öffentliche Abschiedsfeier wird es wohl frühestens Mitte Januar geben. Der Ort dafür ist noch unklar.

jwi/DPA / DPA