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Uhren-Diebstahl in Hollywood-Villa: Langfinger Lohan unter Verdacht

Uhren im Wert von 100.000 Dollar sind weg - und Lindsay Lohan war nicht weit: Die Schauspielerin steht erneut im Verdacht, gestohlen zu haben. Dieses Mal könnte es für sie brenzlig werden.

Von Jens Maier

Es vergeht keine Woche, ohne dass sie nicht mindestens zwei Mal Scheiße baut", hat es Promi-Blogger und Lästermaul Michael K. auf den Punkt gebracht: Lindsay Lohan droht neuer Ärger mit Polizei und Justiz - und das in gleich zwei Fällen: Wie die amerikanische Promiwebsite "TMZ.com" berichtet, wird die US-Schauspielerin verdächtigt, Uhren im Wert von 100.000 Dollar entwendet zu haben. Außerdem droht ihr eine Anklage, weil sie Polizisten belogen haben soll.

In der vergangenen Woche waren im Haus von Sam Magid, einem Freund Lohans, mehrere wertvolle Uhren und Sonnenbrillen entwendet worden. Lindsay, die bisher jegliche Verbindung zu dem Diebstahl abgestritten hat, soll zum fraglichen Zeitpunkt mehrfach im Haus Magids in den Hollywood Hills gewesen sein. Deshalb gehörte sie zusammen mit ihrem Assistenten Gavin Doyle zu den Personen, die von der Polizei zu dem Diebstahl befragt werden sollten.

Langfinger Lohan auf Bewährung

Das Brisante: Weil Lohan im vergangenen Jahr in einem Schmuckgeschäft eine Halskette gestohlen hatte, steht sie noch immer unter Bewährungsauflagen. Würde sie wegen eines erneuten Delikts verurteilt werden, würde ihre Bewährung sofort in eine mehrjährige Haftstrafe umgewandelt werden. Das ist inzwischen wohl auch Freund Sam Magid klar geworden. Der Multimillionär soll seine Diebstahlsanzeige plötzlich zurückgezogen haben.

Magid behauptet nun, es sei nichts gestohlen worden, alles sei ein Irrtum gewesen. Ob er damit Lohan vor einem möglichen Prozess oder einer Anhörung bewahren will oder ob tatsächlich nichts gestohlen wurde, ist unklar. Wenn ja, wäre dieses Unterfangen missglückt, denn die Polizei will den Fall weiter untersuchen. Angeblich gebe es unabhängige Zeugen, die Lohan belasten würden, so die unbekannte Quelle zu "TMZ".

Doch damit nicht genug Ärger für Lohan. Sie soll außerdem wegen eines Unfalls im vergangen Juni verhört werden. Damals stieß sie mit einem geliehenen Porsche mit einem LKW zusammen und behauptete gegenüber Polizisten zunächst, nicht am Steuer gewesen zu sein. Hinterher stellte sich heraus, dass sie gefahren ist. Lohan hätte die Aussage verweigern dürfen, doch sie hat die Polizisten angelogen. Das ist in Kalifornien eine Straftat, die mit bis zu einem Jahr Gefängnis geahndet werden kann.

Lohans Läuterung

Die Nachrichten über den erneuten Ärger mit Justiz und Polizei kommen für Lohan zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nach den Skandalmeldungen der vergangenen Jahre über Drogen- und Alkohol-Eskapaden, ihre vielen Konflikte mit dem Gesetz und ihrem Misserfolg als Schauspielerin - sie verlor mehrere Filmrolle, weil sie von den Regisseuren ersetzt wurde - war sie gerade dabei, sich zu berappeln.

Lohan hatte ihr Leben wieder im Griff, erschien regelmäßig zu gerichtlich angeordneten Drogentests und ließ sich auch sonst nichts zu Schulden kommen. Mit ihren Fotos im Playboy im vergangenen Dezember konnte Lohan sogar an alte Erfolge anknüpfen. Eine Million Dollar soll sie für ihre Posen in Marylin-Monroe-Manier kassiert haben. Außerdem übernahm sie ein Hauptrolle im Fernsehfilm "Liz & Dick", in der sie Hollywood-Legende Elizabeth Taylor verkörpert und steht derzeit für den Thriller "The Canyons" vor der Kamera.

Anstatt zur Klärung der neuen Vorwürfe beizutragen, hat sich Lohan erst mal nach New York verzogen. Von dort gibt es bislang noch keine neuen Katastrophenmeldungen. Behält Blogger Michael K. Recht, wird sich das allerdings bald ändern. Schließlich ist Lohan schon seit fast einer Woche da.