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Supermodel Umstrittene Parolen: Israel wirft Bella Hadid Antisemitismus vor

Bella Hadid
Model Bella Hadid bei einem Auftritt in Cannes 2019
© Pascal Le Segretain / Getty Images
Model Bella Hadid nahm in New York an einer Demonstration teil. Dabei soll sie auch antisemitische Parolen gebrüllt haben. Israel reagiert empört.

Das Video postete sie auf ihrem Instagram-Account: Bella Hadid nahm in der vergangenen Woche an einer Demonstration in New York teil. Das Model, das eine niederländische Mutter und einen palästinensischen Vater hat, ist mit Mundschutz und einem schwarz-weiß-karierten Kopftuch zu sehen – den palästinensischen Farben. Doch nicht ihr Outfit, sondern vor allem die skandierten Parolen sorgen für Aufsehen. Israel kritisiert Hadid scharf.

"Free, free Palestine", rufen die Demonstrationsteilnehmer in dem Video und fordern damit ein "freies Palästina". Doch dann kommt es auch zu dem Ruf: "From the river to the sea, Palestine will be free." Auch Bella Hadida ist zu sehen, wie sie sich, eine Palästina-Flagge schwenkend, an den Sprechchören beteiligt. Auch wenn ihr Gesicht durch ihre Schutzmaske halb verdeckt ist: Hadid bewegt ihren Mund zu der Parole.

Israel erhebt Vorwürfe auf Twitter

Israel stuft diese Äußerung als antisemitisch ein. Auf einem offiziellen Twitter-Account heißt es: Prominente wie Bella Hadid würden mit derartigen Äußerungen "die Vernichtung des jüdischen Staates" befürworten, teilte der staatliche Account mit und schrieb weiter: "Schande über dich!" In einem weiteren Tweet folgt eine Erklärung: "From the river to the sea" würde die Eliminierung Israels bedeuten, da das Land sich vom Fluss Jordan bis ans Mittelmeer erstreckt. Die Parole sei damit indirekt die Aufforderung, alle "Juden ins Meer zu werfen".

Einige Twitter-Nutzer störten sich an dem Vorwurf. Hadid habe eben nicht skandiert, "Juden ins Meer" werfen zu wollen. Sie bestreiten auch, dass der Spruch "From the river to the sea, Palestine will be free" antisemitisch ist. Hadid selbst hat sich bislang nicht direkt zu den Vorwürfen von offizieller isrealischer Seite geäußert. Auf Instagram schrieb das Model, das schon mehrfach seine Sympathien für das palästinensische Volk zum Ausdruck gebracht hatte: "Tausche deine Authentizität nicht gegen Zustimmung."

mai

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