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Unglücksbringer: Mick Jagger drückt Argentinien die Daumen. Hoffentlich!

Er gilt als Unglücksbringer der Fußball-WM: Jedes Team, das Mick Jagger unterstützt hat, flog kurz darauf aus dem Turnier. Deshalb ist für deutsche Fans klar: Er muss Argentinen die Daumen drücken.

Es fing allles mit einem harmlosen Tweet an. Vor dem Spiel der englischen Mannschaft gegen Uruguay schrieb Mick Jagger: "Auf geht's England. Ihr seid diejenigen, die siegen werden." Doch daraus wurde nichts. Das Team von der Insel verlor 2:1 und war damit schon vor dem Vorrunden-Spiel gegen Costa Rica ausgeschieden. Bye-Bye, Three Lions. Schade, Mick Jagger.

Aus der Not machte der Rolling-Stones-Sänger eine Tugend und unterstütze fortan Portugal. In Zeitungsinterviews sagte er den Sieg der portugiesischen Mannschaft voraus. Doch auch ihnen brachte er kein Glück. Die Mannschaft um Stürmerstar Cristiano Ronaldo schied ebenso in der Vorrunde aus, wie zuvor die Engländer. Fußball Fan Mick Jagger setzte daraufhin auf eine vermeintlich sichere Bank: Italien. Doch es kam wie es kommen musste, auch die Azzurri flogen vorab nach Hause.

Egal wen er bei dieser Fußball-WM unterstützte, Mick Jagger brachte bisher keiner Mannschaft Glück. Unter Fans gilt er als Unglücksrabe, als Fluch von der Insel. Sein scheinbar schlechtes Mantra führte sogar dazu, dass viele Fußballanhänger sich wünschten, er werde die gegnerische Mannschaft unterstützen. So auch beim Spiel Brasilien gegen Deutschland am vergangenen Dienstag.

Superstition auf Brasilianisch

Brasilianische Fans hatten vor dem Halbfinale Jaggers Kopf auf Pappfiguren montiert und ihm das deutsche Trikot angezogen. "Let's go Germany", ließen sie Jagger sagen, der sich das Spiel zusammen mit seinem Sohn Lucas auf der Tribüne in Belo Horizonte anschaute. Und - zum Leidwesen der Gastgeber - für Brasilien mitfieberte. Nach der sensationellen 7:1-Pleite der Selecao machten nicht wenige brasilianische Fußballfans Jagger für den Spielausgang verantwortlich. Superstition auf Brasilianisch.

Der Geschmähte sah sich mittlerweile sogar veranlasst, sich in einem Zeitungsinterview mit der britischen "Sun" zur Wehr zu setzen. Auf die Frage, ob er ein Unglücksbringer sei, sagte er: "Ich kann Verantwortung für das erste Tor der Deutschen übernehmen, aber nicht für die anderen sechs."

Fans in Argentinien und Deutschland hoffen

Bleibt die Frage, für wen Jagger am Sonntagabend die Daumen drückt? Bislang hat sich der 70-Jährige dazu noch nicht geäußert. Beide Teams dürfen also noch hoffen. Darauf, dass er die jeweils andere Mannschaft bevorzugt. Bei seinem Deutschland-Konzert in Düsseldorf hatte er allerdings gesagt: "Deutschland wird Weltmeister." Oh Schreck!

mai