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"Zeit"-Interview: Rufmordkampagne: Veronica Ferres spricht erstmals über Morddrohungen

Sie sei "aufgewühlt, enttäuscht und wahnsinnig wütend": Schauspielerin Veronica Ferres hat in einem Interview über die Rufmordkampagne gegen ihren Mann gesprochen - und die Auswirkungen auf ihr Privatleben geschildert.

Unternehmer Carsten Maschmeyer (l.) und Schauspielerin Veronica Ferres sind seit 2009 ein Paar

Unternehmer Carsten Maschmeyer (l.) und Schauspielerin Veronica Ferres sind seit 2009 ein Paar

Sie hat offenbar lange mit sich gerungen, ob sie sich überhaupt äußern solle - nun hat Veronica Ferres in der "Zeit" erstmals Einblick in ihr Seelenleben über eine "schreckliche" Zeit gegeben. Es geht um die Rufmordkampagne gegen ihren Mann, AWD-Gründer Carsten Maschmeyer. In dem Buch "Mein Auftrag: Rufmord" enthüllte Stefan Schirosky, dass er jahrelang eine Schmutzkampagne gegen seinen ehemaligen Chef Maschmeyer gefahren hat. Ferres sagt: "Ich bin aufgewühlt, enttäuscht und wahnsinnig wütend darüber, was meiner Familie angetan wurde".

Denn die "initiierten bösen Presseberichte mit brutalen Schlagzeilen" hätten sich auch unmittelbar auf ihr Privatleben ausgewirkt. "Man hat mir aufgelauert am Filmset, mich haben Reporter auf Filmpremieren verfolgt, immer mit der Frage: Was sagen Sie zu den Vorwürfen gegen Ihren Mann?", erzählt die 52-Jährige der Wochenzeitung. Sie habe einen "ganzen Aktenordner" mit den schlimmsten Beschimpfungen angesammelt. "Da waren harte Drohungen dabei", sagt sie. Mitunter Morddrohungen: "Wenn du den Mann nicht verlässt, vergraben wir dich als Leiche im Wald.", habe in einer E-Mail gestanden. Das sei jahrelang so gegangen, sagt die Schauspielerin. "Wann kommt der nächste Angriff?"

Veronica Ferres: "Es war schrecklich"

"Das Schlimmste war, wie es unseren Kindern ergangen ist", schildert die Grimme-Preis-Trägerin der "Zeit". Sie hat eine Tochter mit in die Ehe gebracht, Maschmeyer zwei Söhne. "Sie wurden ausgegrenzt und teilweise richtig angefeindet, in der Schule, im Sportverein, auf dem Spielplatz, für das, was ihrem Vater angedichtet wurde", sagt sie. Sie hätten immer wieder mit ihren Kindern reden müssen; ihnen erklären müssen, dass an den Vorwürfen nichts dran sei, "damit sie alles aushalten konnten." Die Erinnerungen daran würden sie aufwühlen. "Es war schrecklich."

Dass ihr Mann nicht nur wegen des umstrittenen Buches für Schlagzeilen sorgt, sondern nach wie vor auch wegen der Vorwürfe in seiner AWD-Zeit, winkt Ferres ab. "Natürlich weiß ich, dass Kunden, wie bei anderen Banken, Sparkassen und Dienstleistern, mit Anlagen leider Geld verloren haben", sagt sie. "Aber Millionen Menschen haben mit den Finanzberatungen der AWD sehr viel Geld verdient. Mein Mann hat immer wieder eingeräumt, dass er nicht perfekt ist und Fehler gemacht hat." Aber das sei nicht ihr Thema.

"Es trifft mich immer alles voll"

Sie sei ein intuitiver Mensch, "mein Bauch trügt mich nicht", sagt sie. "Das war bei Carsten so." Seit 2009 seien Maschmeyer und sie ein Paar. "Als ich damals Carsten traf, habe ich mich relativ schnell unsterblich in ihn verliebt." Vor allem seine Verlässlichkeit und Ehrlichkeit hätten sie "sehr beeindruckt". Auch ihr Lebensweg - beide sind in einfachen Verhältnissen aufgewachsen - habe sie von Anfang an verbunden. Auch der Umstand, dass "wir beide polarisieren". "Die einen finden mich toll, die anderen rümpfen die Nase", erklärt Ferres. "Und Carstens Erfolg war ständig auch von Neid begleitet."

Ein dickes Fell habe sie deswegen aber nicht. Im Gegenteil. "Es trifft mich immer alles voll", räumt die Schauspielerin ein. "Ich lebe als Künstlerin von meiner Offenheit, mich in andere Leben hineinzuversetzen, dazu gehört die große Empathie.", erzählt sie der "Zeit". Das Wichtigste sei gewesen, dass Maschmeyer und sie in dieser schweren Zeit zusammengehalten hätten. "Aber ich kann mich an schlaflose Nächte erinnern", sagt sie. 

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fs
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.