HOME

Vorzeigepaar: Al und Tipper Gore trennen sich - nach 40 Jahren

Der frühere US-Vizepräsident Al Gore und seine Frau Tipper haben überraschend ihre Trennung bekannt gegeben. Das Vorzeigepaar der US-Politik hatte sich 1965 auf dem High-School-Abschlussball kennengelernt und war 40 Jahre lang verheiratet.

Nach 40 Jahren Ehe haben der frühere US-Vizepräsident Al Gore und seine Frau Tipper ihre Trennung bekanntgegeben. "Wir teilen heute nach viel Nachdenken und Diskussionen mit, dass wir beschlossen haben, uns zu trennen", heißt es in einer E-Mail der beiden an Freunde. Das Paar war in Washington stets durch einen besonders liebevollen Umgang und im Jahr 2000 durch einen langen öffentlichen Kuss aufgefallen.

Die 61-jährige Tipper Gore, die eigentlich Mary Elizabeth heißt, machte sich als Fotografin einen Namen. Das Paar lernte sich 1965 auf einem High-School-Abschlussball kennen, sie heirateten 1970 und haben vier erwachsene Kinder, Karenna, Kristin, Sarah und Albert, sowie drei Enkelkinder.

Der legendäre Kuss

Als politischer Weggefährte des demokratischen Präsidenten Bill Clinton hatte sich Al Gore vor zehn Jahren selbst um das höchste Amt in den USA beworben. Beim Nominierungsparteitag der Demokraten im August 2000 machte das Ehepaar Gore Schlagzeilen, als sie sich auf der Bühne ausgiebig küssten. Obwohl einige Kritiker den Kuss als inszeniert abtaten, machte er doch Gores Botschaft an die Wähler klar: Dass nach der Präsidentschaft Clintons und dessen Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky ein verlässlicher Familienvater und Ehemann für das Weiße Haus kandidierte.

Er verlor die Wahl gegen den Republikaner George W. Bush hauchdünn. Seitdem engagiert er sich international im Kampf gegen den Klimawandel, wofür er 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Für seinen Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" erhielt er einen Oscar.

Tipper Gore war 1984 an der Gründung des Parents Music Resource Centers (PMRC) beteiligt, einer Lobbyorganisation zur Verteidigung traditioneller Familienwerte, die sie durch die Rock- und HipHop-Texte bedroht sah. Die Organisation war dafür verantwortlich, dass die Recording Industry Association of America (RIAA) im Laufe der 80er Jahre Tonträger mit dem Parental Advisory-Aufkleber zu versehen hatte, der auf die deftige Sprache (explicit lyrics or contents) hinwies. Damit sollten die Eltern von jugendlichen Musikhörern gewarnt werden.

che/DPA/APN/Reuters / DPA / Reuters
Themen in diesem Artikel